Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Einstein Doctoral Programmes

Die Einstein Stiftung hat heute zum ersten Mal Preise für herausragende Berliner Doktorandenprogramme vergeben. Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, überreichte gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsrats, Olaf Kübler, die Urkunden zu den ausgezeichneten Programmen im Roten Rathaus im Rahmen des Neujahrsempfangs der Einstein Stiftung. Preisträger sind die Berlin School of Mind and Brain, die Friedrich Schlegel Graduiertenschule und die Berlin Graduate School of Ancient Studies. Das Gesamtpreisgeld beträgt rund eine Million Euro verteilt auf die kommenden drei Jahre. 

 

Mit dem Einstein-Doktorandenprogramm-Preis würdigt die Einstein Stiftung Berlin besonders erfolgreiche strukturierte Doktorandenprogramme an den Berliner Universitäten und der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Das Preisgeld soll den Promotionsprogrammen neue Spielräume zur Nachwuchsförderung und strukturellen Weiterentwicklung eröffnen. Gleichzeitig sollen die Preise auch dazu beitragen, die Attraktivität der Doktorandenausbildung in Berlin international sichtbarer zu machen. Der Regierende Bürgermeister in seinem Grußwort: „Ich freue mich sehr, dass wir heute erstmals die Einstein-Doktorandenprogramm-Preise für exzellente Nachwuchsprogramme an den Berliner Universitäten und der Charité vergeben können. Forschung und Wissenschaft sind für Berlin der Schlüssel für Innovationen, die unsere ganze Stadt und unsere Gesellschaft verändern. Forschung und Wissenschaft sind der Schlüssel für eine gute Zukunft Berlins. Deshalb gehören beide Bereiche auch zwingend zusammen. Die Einstein Stiftung verkörpert diese Zusammenführung in ganz besonderer Weise.“

 

Mit höchstem Lob (summa cum laude) wurden die Berlin School of Mind and Brain und die Friedrich Schlegel Graduiertenschule ausgezeichnet. Die Berlin Graduate School of Ancient Studies wurde mit großem Lob (magna cum laude) gewürdigt. „In puncto Nachwuchsförderung sollten wir nichts dem Zufall überlassen“, sagt Olaf Kübler, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats der Einstein Stiftung. „Die ausgezeichneten Programme zeigen in hervorragender Art und Weise, wie wichtig Angebote einer strukturierten wissenschaftlichen Karriereförderung sind. Diese so erfolgreich tätigen Programme wollen wir fördern und somit nachhaltig die Standards für eine qualitativ hochwertige Doktorandenbetreuung setzen.“ Die Preisgelder können zum Beispiel für Stipendien und Doktorandenstellen, Veranstaltungen oder für die Einladung internationaler Gäste verwendet werden. Die beiden erstplatzierten Programme erhalten für die Dauer von drei Jahren jeweils insgesamt 360.000 Euro, das zweitplatzierte Programm insgesamt 300.000 Euro. Während der Dauer ihrer Förderung tragen die Preisträger die Auszeichnung „Einstein Doctoral Programme“. 

 

Berlin School of Mind and Brain

Die Berlin School of Mind and Brain bereitet junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die anspruchsvolle interdisziplinäre Arbeit im Bereich der Geist- und Hirnforschung vor. Sie ist eine Einrichtung der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit der Charité-Universitätsmedizin. Gewürdigt wurden insbesondere die nahezu hundertprozentige Abschlussquote und die Vernetzung von internationalen Spitzenforschern mit Nachwuchstalenten am Standort in Berlin. Das Preisgeld soll für die Gestaltung der Übergangsphasen von Master- auf Promotionsstudium sowie von Promotion auf Postdoktorat verwenden werden, beispielsweise durch die Vergabe von Abschlusspreisen und Übergangsstipendien.

 

Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien

Die Graduiertenschule fördert literaturwissenschaftliche Forschung, die durch die Reflexion ihrer text-, medien- und kulturvergleichenden Verfahrensweisen methodisch innovativ ist. Sie wird als einzige genuin literaturwissenschaftliche Graduiertenschule seit 2007 durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert und ist an der Freien Universität Berlin angesiedelt. In der zweiten Förderperiode ist die Humboldt-Universität zu Berlin als Kooperationspartner hinzugekommen. Gewürdigt wurden auch hier die hohe Abschlussquote und die Internationalität. Benötigt werden die Preisgelder zur weiteren Stärkung der internationalen Sichtbarkeit und Vernetzung, beispielsweise mit Hilfe von Summer Schools oder der Vergabe von Kurzzeitstipendien.

 

Berlin Graduate School of Ancient Studies 

Die Berlin Graduate School of Ancient Studies ist weltweit die einzige permanente Graduiertenschule im Bereich der Altertumswissenschaften. Sie wird von der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam getragen. Neben der Interdisziplinarität ist die internationale Netzwerkbildung ein wichtiges Element aller an der Graduate School angebotenen Promotionsprogramme. Insbesondere die Bemühungen um langfristige Kooperationen, die Durchführung von regelmäßigen Evaluationen sowie der hohe Frauenanteil wurden als lobenswert erachtet. Das Preisgeld soll unter anderem für Auslandsstipendien, den Austausch von Lehrenden und für die Einführung eines weiteren Schwerpunkts „Antike Wirtschaft“ verwendet werden.

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