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Pressemitteilungen

12. Juli 2013 // (13/13)

Vorstand sieht Stiftungszweck der Einstein Stiftung gefährdet

Martin Grötschel, der Vorstandsvorsitzende der Einstein Stiftung Berlin, sieht die Erfüllung des Stiftungszwecks der Einstein Stiftung gefährdet. Grund ist der vom Berliner Senat vorgelegte Haushaltsentwurf, der für die Stiftung eine drastische Kürzung von 15 auf 2,5 Millionen Euro  vorsieht. „Ich appelliere dringend an die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses, die Handlungsfähigkeit der Einstein Stiftung zu erhalten,“ sagt Martin Grötschel. 

Der Haushaltsplan für die Jahre 2014 und 2015 würde das zukünftige Fördergeschäft derart drastisch einschränken, dass die Stiftung handlungsunfähig wäre. Die vorgesehene Kürzung auf 2,5 Millionen Euro entspräche 83 Prozent gegenüber den Haushaltsmitteln der vergangenen Jahre in Höhe von 15 Millionen Euro. Neue Projekte könnten ab sofort nicht mehr bewilligt werden. Ab 2015 ist zudem die Förderung bereits bewilligter Projekte bedroht. Der Stiftungszweck, die Förderung von Wissenschaft und Forschung in Berlin auf internationalem Spitzenniveau, wäre nicht mehr gegeben. Die Gremien der Stiftung hätten keine Arbeitsgrundlage mehr.

Dies würde einen erheblichen Imageverlust für den Wissenschaftsstandort Berlin verursachen. Seit 2011 hat die Stiftung deutlich Fahrt aufgenommen, die Antragsstatistik lässt einen klaren Trend nach oben erkennen. Unter den Wissenschaftlern genießt die Stiftung inzwischen großes Vertrauen. Für die Stiftung sind zahlreiche herausragende Wissenschaftler von internationalen Spitzenuniversitäten, unter anderem aus Stanford, Oxford und der ETH Zürich, ehrenamtlich tätig. Die drastischen Kürzungen würden die gesamte Aufbauarbeit zunichte machen, die Glaubwürdigkeit der Berliner Wissenschaftspolitik wäre gefährdet. Dies umso mehr, als sich der Berliner Senat im Rahmen der Exzellenzinitiative gegenüber dem Bund verpflichtet hat, Spitzenwissenschaft in Berlin langfristig zu fördern. 

„Die Stiftung lässt sich nicht ohne irreparable Schäden ins Wachkoma versetzen. Ich appelliere dringend an die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses, die Handlungsfähigkeit der Einstein Stiftung zu erhalten“, sagt Martin Grötschel. 

Hintergrund ist der vom Berliner Senat am 25. Juni 2013 vorgelegte Haushaltsentwurf für die kommenden Jahre. Dieser sieht für die Stiftung in den Jahren 2014 und 2015 jeweils 2,5 Millionen Euro vor. Die Entscheidung über den Haushalt trifft das Berliner Abgeordnetenhaus im Dezember 2013.