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23,5 Millionen für Berliner Spitzenforschung

©Vennemann/ESB

Mit 37 bewilligten Anträgen verzeichnet die Einstein Stiftung ein erfolgreiches Jahr 2012. Insgesamt 23,5 Millionen Euro für exzellente Wissenschaft und Forschung in Berlin hat die Stiftung 2012 vergeben – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Ein Meilenstein 2012 war die Bewilligung des Einstein Zentrums für Mathematik (kurz: EC Math). An dem neuen Fachzentrum beteiligen sich die Berliner Top-Adressen der Mathematik - das DFG-Forschungszentrum Matheon, die Berlin Mathematical School und das Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik.

An Renommé gewinnt die Berliner Mathematik zudem durch die 2012 berufene Einstein-Professorin Hélène Esnault, die zu den weltweit besten Köpfen ihres Faches zählt. Sie trat zum Wintersemester 2012 die Professur für Zahlentheorie an der Freien Universität Berlin an. Zudem wurde die Einstein-Professur von Angelika Eggert an der Charité-Universitätsmedizin Berlin bewilligt. Die Spezialistin für Krebs bei Kindern gilt als eine der führenden Onkologinnen in Deutschland.

Das neue Gesicht unter den Einstein Visiting Fellows ist Detlef Günther. Der Professor für Spurenelement- und Mikroanalytik an der ETH Zürich gilt als einer der international führenden Experten auf dem Gebiet der Massenspektrometrie von Elementen. Er wird längerfristig an der School of Analytical Sciences (Humboldt-Universität zu Berlin) wirken. Alle zwölf bisherigen Fellows werden weitere zwei Jahre gefördert.

In den Programmen „Einstein International Postdoctoral Fellow“ und „Einstein Research Fellow“ nahm die Stiftung 2012 die ersten Geförderten auf. Zum Ende des Jahres erhielten bereits vier Postdoktoranden aus dem Ausland eine Förderung als „Einstein International Postdoctoral Fellow“. Der erste Einstein Research Fellow ist Stefan Rinke, Professor für die Geschichte Lateinamerikas an der Freien Universität Berlin. Während seines zweijährigen Forschungsaufenthalts am Ibero-Amerikanischen Institut übernimmt sein Fachkollege Nikolaus Böttcher den Lehrstuhl, die Einstein Stiftung finanziert die Vertretung.

Die Zahl der Einstein Junior Fellows erhöht sich von vier auf sechs, zu den bisher 20 Einstein Forschungsvorhaben sind 2012 neun weitere Förderungen hinzugekommen.

Durch die beliebte Veranstaltungsreihe „Meeting Einstein Lectures“ gibt die Einstein Stiftung auch der Berliner Öffentlichkeit die Gelegenheit, an der Top-Forschung vor Ort teilzuhaben. Weit über 1.000 interessierte Bürger zog es zu den acht Vorlesungen und Diskussionsrunden des vergangenen Jahres, die sich um Themen von A wie Alan Turing bis Z wie Zufallsbewegungen drehten.