Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Jahresrückblick 2014

Was bleibt? Was kommt?


Für die Einstein Stiftung war 2014 ein Jahr mit einer unverhofft positiven Wendung. Zum Jahresende ein Blick zurück und nach vorne.

Die Rückschau muss leider mit schmerzhaften Erinnerungen an die drastischen Haushaltskürzungen beginnen, die der Senat für die Einstein Stiftung in 2014 und 2015 vorsah. Obwohl das Berliner Abgeordnetenhaus dankenswerter Weise durch seine deutliche Korrektur der Senatsansätze das Schlimmste verhindert hatte, führten die dennoch erheblichen Mittelkürzungen dazu, dass die Stiftung nur wenige neue Projekte bewilligen konnte. Dank der außergewöhnlichen Unterstützung der vielen Freunde der ESB und der für die Wissenschaft kämpfenden Abgeordneten konnte die Stiftung trotzdem gestärkt aus dieser problematischen Lage hervorgehen.

Erste private Mittel

Die finanziell schwierige Lage nahm im Sommer eine unverhofft positive Wendung: Die Damp-Stiftung unterstützt die Personenförderung der Einstein Stiftung und beteiligt sich, zunächst bis 2017, mit bis zu 3 Millionen Euro jährlich an der Förderung herausragender internationaler Wissenschaftler – insbesondere im Programm Einstein Visiting Fellow. Dem großzügigen Engagement des Stifters, Dr. Walter Wübben, gilt der herzliche Dank der Einstein Stiftung. Ohne seine Unterstützung hätte die Einstein Stiftung gewiss nicht neun hoch renommierte Visiting Fellows fördern und einen international stark umworbenen Neurobiologen und Demenzforscher als Einstein-Professor an der Freien Universität in Berlin halten können.

Förderbilanz 2014

Ab Januar 2015 werden außerdem die ersten Einstein BIH Visiting Fellows ihre Arbeit am Berlin Institute of Health (BIH) aufnehmen. Diese neue Förderlinie entspringt einer Kooperation der Einstein Stiftung mit der Stiftung Charité, die die Gelder für das Programm zur Verfügung stellt und für die Organisation der Begutachtung und Bewertung auf das Gütesiegel „Einstein“ setzt. Das Berliner-Antikekolleg erhält mit Mitteln der Einstein-Stiftung die Möglichkeit ein Einstein-Zentrum in den Altertumswissenschaften aufzubauen. Die außergewöhnliche Strahlkraft der institutionenübergreifenden Zusammenarbeit in der Antikeforschung wird so weiter intensiviert. Das Einstein-Zentrum Mathematik ist zum 1. Juni 2014 in die Ausbauphase getreten und bildet das Dach für exzellente mathematische Forschung in Berlin. Im Bereich der Projektförderung ist insbesondere die Förderverlängerung für die Graduiertenschule der Universität der Künste zu nennen. In den kommenden vier Jahren können nun neue Jahrgänge von internationalen Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre künstlerische und wissenschaftliche Arbeit in Berlin aufnehmen.

Berlin Doctoral Programs

In diesem Jahr sind zwei neue Stiftungspublikationen erschienen. Mit der Gesamtschau auf die „Doctoral Programs in Berlin“ ist es erstmals gelungen, die Angebote in der strukturierten Doktorandenförderung an den Universitäten Berlins und Potsdams unter dem Dach der ESB in einer Publikation darzustellen – deutschlandweit ein bislang einmaliges Unterfangen mit Vorbildfunktion, das viel positive Rückmeldungen erhalten hat.

Neue Gremienmitglieder

Auch dieses Jahr können wir wieder neue Gremienmitglieder vorstellen, die die Stiftung ehrenamtlich und mit großem Enthusiasmus unterstützen. Im Stiftungsrat begrüßen wir Dr. Christine Hohmann-Dennhardt, Vorstandsmitglied der Daimler AG, Professor Dr. Winfried Schulze, den früheren Vorsitzenden des Wissenschaftsrates und Direktor des Mercator Research Center Ruhr sowie Professor Dr. Peter-André Alt, den Präsidenten der Freien Universität Berlin, der die Berliner wissenschaftlichen Einrichtungen vertritt. Mit jeweils einstimmigen Ergebnissen sind zudem Professorin Dr. Amélie Mummendey in ihrem Amt als Stiftungsratsvorsitzende wieder- und Professor Dr. Olaf Kübler zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Im Beirat der Stiftung heißen wir Anja Schillhaneck, Vizepräsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses und wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/die Grünen, willkommen.

Ausblick

Wir blicken erwartungsfroh und voller Tatendrang auf das Jahr 2015 und freuen uns, sowohl durch die Förderung herausragender Projekte und Personen als auch durch spannende Veranstaltungen die exzellente Wissenschaft und Forschung in Berlin weiter voran zubringen.

Ihnen und Ihren Familien wünschen wir von Herzen eine friedvolle Weihnachtszeit und ein frohes und gesundes neues Jahr 2015!

Bleiben Sie uns treu. Für die Wissenschaft. Für Berlin.

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