Hier erhalten Sie Informationen über die aktuellen Einstein Junior Fellows.


Erdrutsche unkompliziert und zerstörungsfrei vorherzusagen ist das Ziel von Geomechanikerin Bettina Albers. Für die Entwicklung einer akustischen Prüfmethode greift sie auf das jüngst entwickelte Kontinuummodell der Ausbreitung von Schallwellen in Böden zurück und ergänzt es um einen bisher unberücksichtigten Faktor der Wellenausbreitung. Das Modell, das die Postdoktorandin an der TU Berlin mathematisch herleitet, ist auch relevant für Fragen der Ölförderung und der Sanierung von verunreinigten Böden.


Sahen andere Kulturen anders? Einstein Junior Fellow Vera Beyer (FU Berlin) erforscht wie verschiedene Kulturen ihre Vorstellungen vom Sehen darstellen. In ihrer Studie „Sehen im Vergleich“ vergleicht sie die mittelalterliche Buchmalerei aus Persien und Europa. Die Kunsthistorikerin konzentriert sich dabei auf Motive, die auf gemeinsame Traditionen zurückgreifen – zum Beispiel die Schau Gottes, träumende Autoren oder begehrliche Blicke auf materielle Götzen. Vera Beyer hat internationale Forschungserfahrung in Paris, New York, Basel und im Iran gesammelt.


„Katalyse ist die Schlüsseltechnologie für den Übergang zu erneuerbaren Energieträgern“, sagt Ralph Krähnert. Als Einstein Junior Fellow forscht der Chemiker von der TU Berlin an Katalysatoren mit präzise einstellbaren Eigenschaften. Vielversprechende Kandidaten sind kolloidale Metall-Nanopartikel und poröse Metalloxide. Mit ihnen soll Wasserstoff, der in Ameisensäure gebunden ist, effizient und ohne umweltschädliche Nebenprodukte freigesetzt werden. Brennstoffzellen können den Wasserstoff dann umwandeln – in saubere Energie.


Der globale Artenverlust ist alarmierend, weil Ökosysteme dadurch viele ihrer Funktionen einbüßen. Eine der größten Bedrohungen der Artenvielfalt stellt der Landnutzungswandel dar. Als Einstein Junior Fellow untersucht der Geograph Tobias Kümmerle von der HU Berlin, welche Auswirkungen verschiedene Landnutzungsszenarien auf die Artenvielfalt haben. Insbesondere interessiert ihn wie Landschaften aussehen, die den Artenschutz und die Landwirtschaft in Einklang bringen.


Natürliche Ressourcen werden weltweit immer knapper. Deshalb ist es wichtig, die Güter effizient zu nutzen und zu verteilen. Wie Organisationen und Akteure dabei auf verschiedenen administrativen Ebenen zusammenarbeiten, untersucht der Volkswirt Andreas Thiel (HU Berlin). In seinem Forschungsprojekt als Einstein Junior Fellow widmet er sich der Rolle von EU-Richtlinien für die Nutzung von Ressourcen aus dem Meer. Sein Forschungsansatz umfasst Theorien des institutionellen Wandels und der Mehrebenenpolitik.


Wie ist der Begriff der Unparteilichkeit entstanden? Bisher führte man die Idee der Unparteilichkeit auf die Norm des unabhängigen Beobachtens zurück, die sich in der Neuzeit in den empirischen Wissenschaften herausbildete. Einstein Junior Fellow Anita Traninger schlägt einen anderen Weg ein: Die Literaturwissenschaftlerin von der FU Berlin argumentiert dafür, dass der Begriff vor allem die zunehmend öffentliche und schriftliche Wissenschaftskommunikation reflektierte. Ihre These überprüft sie an spanischen, französischen und deutschsprachigen Gelehrtendebatten der frühen Aufklärung.
20./25./27.06.2013
Informationsveranstaltungen der Einstein Stiftung
26.06.2013
Meeting Einstein Lecture: John Hartwig on "Catalysts: Speeding up Technological Progress"
Die Einstein Stiftung Berlin wurde 2009 vom Land Berlin gegründet. Zweck der Stiftung ist es, Wissenschaft und Forschung in Berlin auf internationalem Spitzenniveau zu fördern und das Land dauerhaft als attraktiven Wissenschaftsstandort zu etablieren.
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