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Rahul Pandharipande

Rahul Pandharipandes bahnbrechende Forschung in algebraischer Geometrie hat einen Paradigmenwechsel in der Betrachtung von Modulräumen herbeigeführt.

Nach seinem Studium in Harvard und Princeton hat Pandharipande unter anderen am California Institute of Technology und in Princeton gelehrt, bevor er als Professor für Mathematik an die ETH Zürich wechselte. Pandharipande wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Als Einstein Visiting Fellow wird er seine Forschung künftig auch an der Berlin Mathematical School fortsetzen.

Foto: Rahul Pandharipande

Mein Projekt

“Ich bin Mathematiker. Genauer gesagt beschäftige ich mich mit der algebraischen Geometrie und insbesondere mit der Geometrie von Modulräumen. Die algebraische Geometrie untersucht Varietäten - die Nullstellen polynomischer Gleichungen in mehreren Variablen. Dieses Fachgebiet spielt in der Mathematik eine zentrale Rolle und weist Verbindungen zur Zahlentheorie, Darstellungstheorie und Topologie auf. Modulfragen in der algebraischen Geometrie betreffen das Verhalten von Varietäten, wenn sich die Koeffizienten der definierenden Polynome ändern. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden mehrere grundlegende Zusammenhänge zwischen der algebraischen Geometrie von Modulräumen und den Pfadintegralen in der Quantenfeldtheorie hergestellt. Ich befasse mich mit verschiedenen Aspekten der Kohomologie und der Zyklustheorie der Modulräume. 

Mein Berliner Einstein-Projekt findet an der Humboldt-Universität statt. Ich werde die Module von Kurven, Garben und K3-Flächen untersuchen. Es kommt dabei zu einer natürlichen Zusammenarbeit mit der Gruppe von Gavril Farkas am Institut für Mathematik. Für die erste Veranstaltung des Projekts, eine im Februar durchgeführte Konferenz an der Humboldt-Universität, kam ich für zwei Wochen nach Berlin. Zur Unterstützung des Projekts habe ich auch einen Postdoktoranden gewonnen, der seine Arbeit im Januar aufnahm.“

(März 2015)

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