Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Aktuelles

Woher wissen wir eigentlich, wann wir welches Wort oder welche Wendung benutzen? Im Alltag stellen die meisten Menschen diese Frage fast nie. Bei Einstein Visiting Fellow Adele Goldberg ist das anders: Die Linguistin von der Princeton University untersucht den Zusammenhang von Wissen und Sprache. Am 6. Juni gab sie in einer ungewöhnlich interaktiven „Meeting Einstein Lecture“ 140 Gästen einen Einblick in ihre aktuelle Forschung.

Sprechen beruht auf Statistiken

Der Ansatz der US-amerikanischen Wissenschaftlerin, die sogenannte Konstruktionsgrammatik, geht von der Annahme aus, dass sprachliches Kommunizieren eng mit anderen kognitiven Prozessen wie Denken und Fühlen verbunden ist – auch wenn Sprechern das selten bewusst wird. Deshalb sind psycholinguistische Studien ein wichtiger Bestandteil von Adele Goldbergs Forschung.

Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen sprechen außerdem dafür, dass wir Sprache nicht in Form von expliziten Regeln lernen und benutzen: „Stattdessen sollten wir...

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Die Einstein Stiftung Berlin fördert das interdisziplinäre Forschungsvorhaben „HautScan“. Das gemeinsame Projekt der Charité-Universitätsmedizin Berlin und der Technischen Universität Berlin stellt die Haut ins Zentrum der Diagnostik. Damit eröffnet es der Medizin eine völlig neue Perspektive.

Auf welchen Wegen Stoffe aus dem Körper auf die Haut vordringen, ist bisher kaum erforscht. In der bedeutenden medizinischen Literaturdatenbank „Medline“ sind nur drei Publikationen aus den letzten fünf Jahren zu diesem Thema verzeichnet – zwei von ihnen stammen aus der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Jürgen Lademann und Günther Tränkle werden in dem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt unter anderem untersuchen, wie Chemotherapeutika auf die Hautoberfläche gelangen. Außerdem sollen in Zusammenarbeit mit dem Ferdinand-Braun-Institut kompakte spektroskopische Geräte entwickelt werden, mit denen Ärzte unkompliziert Schweiß und Talg auf die darin enthaltenen Stoffe untersuchen können.

„Kein Wissenschaftsstandort weltweit bietet für dieses Vorhaben bessere Bedingungen als Berlin“, betont Jürgen Lademann. „Die Charité verfügt über eine einzigartige Ausstattung mit optischen und mikroskopischen Gerätschaften, die speziell für die Hautanalyse entwickelt wurden – unter anderem in Kooperation mit der TU Berlin.“ Das Fachgebiet Mikrowellen- und Optoelektronik der TU Berlin gehört zu den international führenden Entwicklern optischer Systeme.

Im Rahmen des Programms „Einstein-Forschungsvorhaben“ unterstützt die Einstein Stiftung Berlin international herausragende Kooperationsprojekte der Berliner Universitäten und der Charité. Der Schwerpunkt liegt dabei auf wagemutigen, hochinnovativen Vorhaben, die nicht auf einen Fachbereich beschränkt sein müssen.

Die Einstein Stiftung Berlin wurde 2009 vom Land Berlin eingerichtet, um Wissenschaft und Forschung in Berlin auf internationalem Spitzenniveau zu fördern.

 

Text: Julia Walter

Foto: vlabo - Fotolia.com...

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Die Einstein Stiftung Berlin fördert zukünftig das neue Einstein-Zentrum für Mathematik Berlin (ECMath). Dies hat der Vorstand der Stiftung am 9. Mai 2012 beschlossen. Das Einstein-Zentrum ist damit das erste des neuen Programms „Einstein-Zentrum“. Das beantragte Gesamtfördervolumen beträgt für die Jahre 2013 – 2017 acht Millionen Euro. Die Förderung steht natürlich unter dem Haushaltsvorbehalt.

Grundlage der Entscheidung ist die Förderempfehlung der Wissenschaftlichen Kommission. Die Kommission hat den Antrag auf seine wissenschaftliche Exzellenz und Relevanz für den Forschungsstandort Berlin geprüft und dazu eine international hochkarätig besetzte Gutachtergruppe zu einer zweitägigen Begehung nach Berlin eingeladen. Diese bescheinigte dem gemeinsamen Antrag der Technischen Universität Berlin, der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik und dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin eine...

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Welche Chancen und Grenzen neue politische Akteure wie die Occupy-Bewegung und die Piratenpartei verkörpern, stand am 24. April im Mittelpunkt der Meeting Einstein Lecture mit dem Einstein Visiting Fellow Craig Calhoun. 

Der Soziologe und designierte Direktor der London School of Economics (LSE) forscht seit den 1980er Jahren zu den Strukturen politischer Partizipation. In der Markthalle Neun diskutierte er unter Moderation von Moritz Schuller (Tagesspiegel) mit dem Sprachwissenschaftler und "Piraten"-Mitglied Martin Haase, dem Politologen Claus Offe und der früheren Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne). Rund 130 Gäste waren aus diesem Anlass in die Kreuzberger Markthalle gekommen, die 2011 durch das Engagement eines Bürgervereins wiederbelebt werden konnte. 

Exzellente Wissenschaftler in Berlin 

Craig Calhoun ist an der New York University (NYU) Professor für Soziologie sowie für Medien, Kultur und Kommunikation. Seit Oktober 2010 ist er außerdem Einstein Visiting Fellow an...

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Vom 17. bis 27. April 2012 präsentieren die Berliner Stiftungen zum dritten Mal ihre Projekte der Öffentlichkeit. Die Einstein Stiftung Berlin ist mit drei Events vertreten. 

Den Anfang macht am 17. April 2012 die Einstein Professorin Claudia Draxl mit ihrer Antrittsvorlesung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird der international anerkannten Spitzenphysikerin die Ernennungsurkunde überreicht. Die Vorlesung steht unter dem Titel "Von grundlegenden Konzepten der theoretischen Physik zum Aufbau einer Bibliothek bisher unbekannter Nanomaterialien". 

Zwei weitere Veranstaltungen der Einstein Stiftung beschäftigen sich mit gesellschaftspolitischer Beteiligung, dem Schwerpunktthema der diesjährigen Stiftungswoche. Am 19. April 2012 diskutiert die Politikwissenschaftlerin Stefanie Wöhl in der Kantine am Berghain mit politischen Aktivisten über die Krise der repräsentativen Demokratie. Der Soziologe und Einstein Visiting Fellow Craig Calhoun fragt am 24. April 2012 in der Markthalle Neun mit Vertretern aus Wissenschaft und Politik nach den Möglichkeiten und Grenzen von ...

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Was kann die Neurowissenschaft tatsächlich leisten – und was nicht? Mit dieser Frage beschäftigte sich Einstein Visiting Fellow Roger Traub am 21. März 2012 auf dem ersten Vortrag im Rahmen der Reihe "Meeting Einstein Lecture". 

Vor über 100 Zuhörern sprach der US-amerikanische Neurowissenschaftler und Mathematiker in der Hörsaalruine der Charité über das Thema „Who are we and if so, why?“. 

Kaum eine Disziplin hat in den letzten Jahrzehnten so große Hoffnungen geweckt wie die Neurowissenschaft. Nichts weniger als eine Antwort auf die Frage „Was macht uns menschlich?“ erwarten manche von der naturwissenschaftlichen Erforschung des Gehirns. Doch was kann die Neurowissenschaft tatsächlich leisten – und was nicht? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Einstein Visiting Fellow Roger Traub am 21. März 2012 auf der ersten Meeting Einstein Lecture. Vor über 100 Zuhörern sprach der US-amerikanische Neurowissenschaftler und Mathematiker in der Hörsaalruine der Charité über das Thema „Who are...

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Helmut Schwarz, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats der Einstein Stiftung und Präsident der Humboldt-Stiftung, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

 

Die Auszeichnung würdigt Helmut Schwarz’ herausragende Verdienste um den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland. Bei der Verleihung hob Bundesforschungsministerin Annette Schavan besonders die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Israel und Deutschland hervor. Schwarz habe viele gemeinsame Forschungsprojekte angestoßen und die seit nahezu 50 Jahren bestehende Kooperation mit Israel intensiviert und ausgebaut.

 

Auch dem Forscher Schwarz zolle die Ehrung in besonderer Weise Anerkennung und Respekt für seinen Einsatz als einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Molekularchemie. Seit 1983 ist Helmut Schwarz Professor für Chemie an der TU Berlin. Er arbeitete und lehrte unter anderem in England, Israel, den USA, Frankreich, Japan, Australien, Österreich und der Schweiz.

 

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Einstein Visiting Fellow Craig Calhoun wurde zum neuen Direktor der renommierten London School of Economics ernannt. Er steht damit in der Tradition von berühmten Vorgängern wie Anthony Giddens und Ralf Dahrendorf. Als Einstein Visiting Fellow wird der US-amerikanische Soziologe weiterhin der HU Berlin zur Verfügung stehen - ein Beleg für den exzellenten Wissenschaftsstandort Berlin.

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Thanks to support from the Einstein Foundation Berlin, the internationally renowned chemist Professor Martin Oestreich has joined the TU Berlin. He received his certificate of appointment in summer 2011 and now holds one of the three newly-founded Einstein professorships at the university. Prof. Martin Oestreich established himself as one of the most promising junior scientists in his field in a remarkably short time. He had been a professor at the University of Münster since 2006.

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On 5 December 2011 the Einstein Foundation Berlin awarded its first Einstein Professorships at the TU Berlin. Thanks to the support of the Foundation, the three outstanding scientists Gitta Kutyniok (an internationally acclaimed mathematician), the biotechnologist Juri Rappsilber (a pioneer in the field of the structural analysis of protein complexes) and Martin Oestreich (who will reinforce the UniCat Cluster of Excellence) have now taken up Einstein professorships at the TU Berlin.

During the award ceremony, the President of the TU Berlin Jörg Steinbach thanked the Einstein Foundation Berlin, saying that without the financial support of the Foundation, the appointments would not have been possible.

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Mit einer finanziellen Berufungsunterstützung der Einstein Stiftung Berlin konnte die Technische Universität Berlin Prof. Dr. Juri Rappsilber für die Professur Bioanalytik gewinnen. Damit besetzt er eine von drei neuen Einstein-Professuren an der TU Berlin. Ein herausragendes wissenschaftliches Profil in der massenspektrometrischen Proteomanalyse, erstklassige Drittmitteleinwerbung, eine eindrucksvolle Publikationsliste und exzellente internationale Erfahrungen charakterisieren die Vita von Professor Juri Rappsilber.

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Dank der Ko-Finanzierung der Einstein Stiftung Berlin ist es der TU Berlin gelungen, für das mathematische Institut die international umworbene Professorin Dr. Gitta Kutyniok nach Berlin zu berufen. Sie besetzt damit eine von drei neuen Einstein-Professuren an der TU Berlin. Die Wissenschaftlerin wird die mathematische Forschung und Lehre an der TU Berlin, das Forschungszentrum Mathematik für Schlüsseltechnologien sowie die Berlin Mathematical School signifikant stärken.

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