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PLOS ist neuer Partner des Einstein Foundation Award

Schulterschluss für mehr Transparenz und verlässliche Methoden in den Wissenschaften: Die Einstein Stiftung Berlin hat den Open-Access-Verlag PLOS als Partner des Einstein Foundation Award gewonnen.

Die Public Library of Science (PLOS) ist ein gemeinnütziger Wissenschaftsverlag aus den USA, der naturwissenschaftliche Forschungsdaten in verschiedenen Fachzeitschriften und einer Online-Bibliothek weltweit frei zugänglich zur Verfügung stellt. PLOS ist seit Jahren eine feste Größe des Open-Access-Publishing. Wie die Einstein Stiftung Berlin setzt sich PLOS für mehr Zuverlässigkeit, Robustheit und Transparenz von Forschung und wissenschaftlichen Methoden ein. 

„PLOS ist ein wahrer Pionier der Open Science-Bewegung. Wir freuen uns sehr, mit PLOS einen weiteren herausragenden Partner an unserer Seite zu haben“, sagt Professor Martin Rennert, der Vorstandsvorsitzende der Einstein Stiftung. „Gemeinsam wollen wir Aktivitäten anregen, die die Qualität der Forschung fördern und das Bewusstsein von Wissenschaftlern, Institutionen, Förderern und politischen Entscheidungsträgern für dieses wichtige Thema schärfen“, ergänzt Professor Ulrich Dirnagl, der Leiter des Einstein Foundation Awards und Gründungsdirektor des QUEST Center for Responsible Research am Berlin Institute of Health der Charité.

„Mit der Einführung eines globalen Preises, der sowohl etablierte Forscher als auch Nachwuchswissenschaftler, Kooperationen und Institutionen auszeichnet, setzt die Einstein Stiftung Berlin ein wichtiges Zeichen: Sorgfalt, Zuverlässigkeit und Transparenz im wissenschaftlichen Arbeiten sollen stärker anerkannt und belohnt werden, da sie einen direkten Einfluss auf die Qualität der Forschung haben“, sagt Dr. Veronique Kiermer, Chief Scientific Officer von PLOS. „Wir freuen uns, zur weltweiten Bekanntheit dieses Preises beizutragen und ermutigen alle Interessierten in den entsprechenden Kategorien zu nominieren oder sich zu bewerben.“

Der mit insgesamt 500.000 Euro dotierte Einstein Foundation Award zeichnet Wissenschaftler*innen sowie Institutionen aus, die grundlegend zur Verbesserung der Qualität von Forschung und Belastbarkeit von Forschungsergebnissen beitragen. Der Individual Award – eine der beiden Hauptkategorien des Preises – wurde 2021 an den Physiker Paul Ginsparg verliehen. Der Professor für Physik und Informationswissenschaften von der Cornell University (USA) entwickelte 1991 den Preprint Server the arXiv (“The Archive”), der die Publikationspraxis in den Wissenschaften revolutioniert hat und bis heute prägt. In der zweiten Hauptkategorie – dem Institutional Award – wurde das Center for Open Science (COS) ausgezeichnet. Das COS hat den Wissenschaftsbetrieb in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert: Es stellt Forschenden die notwendigen Instrumente und digitalen Infrastrukturen zur Verfügung um Studien wiederholbar und transparenter zu gestalten. In der dritten Kategorie, dem Preis für Nachwuchsforschende, überzeugte das Projekt „ManyBabies5“ die Jury: Im Zuge einer großangelegten und interkulturellen Studie soll zusammen mit mehr als 200 Forschenden aus 40 Ländern und sechs Kontinenten die Entwicklungspsychologie belastbarer und allgemeingültiger gestaltet werden.


Das Preisgeld wird von der Damp Stiftung bereitgestellt; zusätzliche Unterstützung leistet das Land Berlin. Neben PLOS zählen zu den Partnern des Einstein Foundation Award die Max-Planck-Stiftung, das QUEST Center for Responsible Research in Berlin und Nature Portfolio.

Bis zum 30. April 2022 (22:00 Uhr UTC) läuft der aktuelle Call for Applications and Nominations. Die Einstein Stiftung lädt Forschende aus allen Bereichen der Wissenschaft ein, sich zu bewerben oder Kolleg*innen und Organisationen zu nominieren. Weitere Informationen zu den Preiskategorien, den Auswahlkriterien, den Teilnahmebedingungen und der Jury sowie Beiträge über die Preisträger*innen des ersten Jahrgangs 2021 finden Sie auf unserer Website.

Die Gewinner des Einstein Foundation Award 2022 werden Ende des Jahres bekannt gegeben.