Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Einstein-Fragebogen

Machen Sie bitte kurz die Augen zu, und denken Sie an die Arbeit an Ihrem Forschungsprojekt. Was sehen Sie als Erstes? 

Ich sehe wie Museumsbesucher sich über ihre gemeinsame Erfahrung beim Betrachten eines Kunstwerkes austauschen. Ich sehe also Menschen, die innerhalb einer typischen und zeitgenössischen kulturellen Praxis miteinander interagieren. 

 

Über welche Interviewfrage würden Sie sich freuen? 

Was können kognitive Neurowissenschaften über das menschliche Wesen aussagen?

 

Nennen Sie bitte spontan drei Dinge, die Sie mit der Person Albert Einstein verbinden! 

Relativität, Deutsche Wissenschaft, Politik 

 

Was tun Sie morgens als Erstes, wenn Sie an Ihren Arbeitsplatz kommen, und warum? 

Ich schalte meinen Computer an und lese meine E-Mails, um zu schauen was mich erwartet. 

 

Wie sähe Ihr Forschungsprojekt aus, wenn es ein Kunstobjekt wäre? 

Es wäre ein offenes sich ständig weiterentwickelndes Werk. 

 

Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Wunsch frei, mit dessen Erfüllung das Gelingen Ihres Forschungsprojektes sichergestellt wäre. Wie würde dieser lauten? 

Immer junge und brillante Kollegen zu haben, die mir jeden Tag etwas Neues beibringen können, etwas das ich noch nicht gewusst habe. 

 

Gibt es einen konkreten Ort in Berlin, den Sie mit Ihrer Forschungsarbeit verbinden? 

Metaphorisch gesprochen gibt es sehr viele davon. Wenn ich einen auswähle, dann die Museumsinsel als den Inbegriff eines Ortes an dem jeder mit den Ergebnissen prototypischer Ausdrucksweisen unserer Gesellschaften in Berührung kommt: Kunst und Kultur. 

 

Was sind Ihrer Meinung nach die drei größten Erfindungen der Menschheit?

Der Faustkeil, Schrift und Demokratie 

 

Bitte geben Sie Ihrem Forschungsprojekt einen passenden Fantasienamen! 

From I-Thou to We 

 

Wie lautet Ihr persönliches Berliner Lieblingswort, und was bedeutet es? 

Genau! 

 

Wer oder was inspiriert Sie bei Ihrer Arbeit?

Die jungen Doktoranden und Doktorandinnen um mich herum und der ständige Austausch mit den Geisteswissenschaften.

 

In welchem Berliner Bezirk fühlen Sie sich wohl, und warum? 

Mitte und Prenzlauerberg, weil sie noch vom Berlin der Vorkriegszeit erzählen. 

 

Welche Eigenschaften unterscheiden einen Forscher Ihrer Meinung nach von anderen Menschen? 

Ich denke, dass Forscher neugieriger und entschlossener sind ihre Neugierde zu befriedigen. 

 

Welches Vorurteil über Wissenschaftler ist Ihrer Meinung nach wahr, und warum? 

Vorurteile sind niemals wahr. 

 

Mit wem würden Sie gern einmal einen Arbeitstag tauschen, und was würden Sie dann gerne tun? 

Ich wäre gerne Jonas Kaufman für einen Tag und würde es genießen Verdi und Wagner genauso singen zu können wie er.

 

(Februar 2018)