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06. Juli 2018 // (10/18)

Essentiell für das menschliche Leben und Arzneimitteltherapien: der molekulare Tanz zwischen Rezeptoren und G-Proteinen

Vortrag und Diskussion mit Nobelpreisträger und Einstein BIH Visiting Fellow Brian Kobilka (Stanford University) und Roger Sunahara (University of California, San Diego)

Für die Entdeckung des sogenannten G-Protein-gekoppelten Rezeptors (GPCR) erhielt Brian Kobilka im Jahr 2012 gemeinsam mit seinem Kollegen Robert Lefkowitz den Nobelpreis für Chemie. Der Rezeptor ist für die Verarbeitung von Licht-, Geruchs- und einer Vielzahl von Geschmacksreizen verantwortlich. Er ist wichtige Andockstelle auf der Zelloberfläche, an die sich Hormone und Botenstoffe anheften und über die etwa jedes dritte Medikament seine Wirkung entfaltet. In seiner Forschungsarbeit hat Brian Kobilka die molekularen Einzelheiten von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren analysiert, insbesondere die Bindung von Wirkstoffen und die Signalübertragung von dem Rezeptor auf das G-Protein. In Berlin geht der Wissenschaftler der Frage nach, wie G-Proteine im Detail aktiviert werden. Mithilfe von Computersimulationen will die Forschungsgruppe von Kobilka herausfinden, warum bestimmte Bindungen bevorzugt werden. Diese Frage ist beispielsweise wichtig für das sogenannte Drug-Targeting, den wirksameren Einsatz von Medikamenten mit geringeren Nebenwirkungen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie in Ihrem Medium auf die Veranstaltung hinweisen.

Termin:
11. Juli 2018, Vortrag 16 Uhr, Diskussion 18 Uhr 
Ort: Leibniz-Saal, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin


Um Anmeldung wird gebeten unter www.einsteinfoundation.de. Die Veranstaltung ist in englischer Sprache, der Eintritt ist frei. Bitte beachten Sie die Möglichkeit an beiden Veranstaltungen auch einzeln teilzunehmen.

Brian Kobilka

Nach Stationen in Minnesota, an der Yale University, der Washington University St. Louis und der Duke University forscht Kobilka seit 1990 an der kalifornischen Stanford University. Seit 2017 wird Kobilka in Berlin mit Mitteln der Stiftung Charité als Einstein BIH Visiting Fellow gefördert. Seine Forschungsgruppe am Berlin Institute of Health (BIH) kooperiert mit dem Labor von Peter Hildebrand vom Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Charité-Universitätsmedizin Berlin sowie dem Einstein-Zentrum Digitale Zukunft.

Roger Sunahara

Roger Sunahara ist Professor für Pharmakologie an der University of California in San Diego. Mit biochemischer und pharmakologischer Methodik widmet sich Sunaharas Forschungslabor den Strukturen und Funktionen von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren. Nach Forschungstätigkeiten an der University of Michigan Medical School in Ann Arbor praktiziert Sunahara seit 2015 am pharmakologischen Institut in San Diego, La Jolla.