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Erstklassige Mathematikerin berufen

Erstklassige Mathematikerin berufen

Dank der Ko-Finanzierung der Einstein Stiftung Berlin ist es der TU Berlin gelungen, für das mathematische Institut die renommierte und international umworbene Professorin Dr. Gitta Kutyniok nach Berlin zu berufen. Sie besetzt damit eine von drei neuen Einstein-Professuren an der TU Berlin. Die Einstein-Professuren sind ein neues Förderinstrument der Einstein Stiftung Berlin, um internationale Spitzenkräfte in Wissenschaft und Forschung für den Standort Berlin zu gewinnen.

Prof. Dr. Gitta Kutyniok hat zum Wintersemester 2011/2012 die Professur Funkionalanalysis an der Technischen Universität Berlin übernommen. Die international erfahrene exzellente junge Wissenschaftlerin wird die mathematische Forschung und Lehre an der TU Berlin, das DFG-Forschungszentrum MATHEON – Mathematik für Schlüsseltechnologien, die Berlin Mathematical School, gefördert durch die Exzellenzinitiative, sowie die mathematische Forschung in Berlin signifikant stärken. In ihren Arbeiten deckt Gitta Kutyniok, die von der Universität Osnabrück nach Berlin wechselt, sowohl grundlagenorientierte theoretische Aspekte als auch Bereiche mit konkretem Anwendungscharakter ab. Ihre Ergebnisse in der Wavelet-Analysis sind als Durchbruch zum Verständnis neuer leistungsfähiger Systeme zu bewerten. Die von ihr entwickelten „Shearlets“ und „Fusion Frames“ haben sich zu aktiven Forschungsgebieten der Harmonischen Analysis entwickelt und finden internationale Beachtung. Forschungsaufenthalte an prestigeträchtigen amerikanischen Hochschulen wie Princeton, Stanford, Yale, Georgia Institute of Technology sowie zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zu denen ein Heisenberg-Stipendium oder der von Kaven-Ehrenpreis der DFG gehören, kennzeichnen die Vita der Ausnahme-Mathematikerin.

Der Vorstandsvorsitzende der Einstein Stiftung, Prof. Dr. Martin Grötschel, selbst Mathematiker und Generalsekretär der International Mathematical Union sowie Vize-Präsident des Konrad-Zuse-Zentrums, freut sich, dass mit Hilfe der Einstein Stiftung eine herausragende junge Kollegin die Berliner Mathematik bereichern wird: „Gitta Kutyniok passt perfekt in die Berliner Mathematik. Wir sind gespannt auf die Zusammenarbeit.“

Der Präsident der Technischen Universität Berlin, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, sieht die Berufung von Frau Professor Kutyniok ebenfalls als großen Gewinn: “Mit Gitta Kutyniok haben wir eine erstklassige Mathematikerin gewonnen – ohne die Unterstützung der Einstein Stiftung wäre die Berufung nicht möglich gewesen.“ Dass Frau Kutyniok obendrein den Frauenanteil in der Professorenschaft am Institut für Mathematik erhöht, sei ein zusätzliches Plus.

„Ich freue mich sehr auf die TU Berlin und auf die Hauptstadt“, sagt Gitta Kutinyok. „Berlin ist in den vergangenen Jahren zu einem internationalen Zentrum der mathematischen Forschung geworden. Ich verspreche mir davon viele wertvolle Anregungen für meine weitere wissenschaftliche Arbeit.“