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Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Weihnachtspost

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Den Rest meines Lebens werde ich darüber nachsinnen, was Licht ist“, hat Albert Einstein einmal gesagt. Welche Erfolge den Wissenschaftsstandort Berlin im vergangenen Jahr besonders zum Leuchten gebracht haben, möchte ich zum Jahresende Revue passieren lassen.  Doch wo Licht ist, ist auch Schatten und so muss ich diese Zeilen mit einer außerordentlich traurigen Nachricht beginnen: Unsere langjährige Stiftungsratsvorsitzende, Frau Amélie Mummendey, ist Anfang der Woche verstorben.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 hat sie die Geschicke der Stiftung maßgeblich geprägt und die Stiftung zum Erfolg geführt. Die Nachricht von ihrem Tod hat bei uns in der Geschäftsstelle, in den Gremien der Stiftung und der Berliner Wissenschaft tiefe Betroffenheit ausgelöst. Ihre klare Haltung, ihre streng wissenschaftsorientierte Herangehensweise an Fragen der Stiftung, aber vor allem ihre Menschlichkeit werden unvergessen sein. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten ihrem Sohn und allen Angehörigen. Sie wird uns sehr fehlen, und wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

2016 hatte der Stiftungsrat der Einstein Stiftung unter dem Vorsitz von Amélie Mummendey eine Evaluation in Auftrag gegeben um eine kritische Bestandsaufnahme der Programme, Organisation und Arbeitsweise der Stiftung vorzunehmen und strukturbildende Gestaltungsoptionen der Stiftung sowie den Mehrwert für Wissenschaft und Forschung in Berlin zu bewerten. In diesem Jahr nun hat eine unabhängige Evaluationskommission die Arbeit der Einstein Stiftung als hervorragend bewertet. Die Kommission lobte die „konsequente Exzellenzorientierung“ bei den Förderentscheidungen. Zudem befördere sie maßgeblich die Internationalisierung und Zusammenarbeit am Wissenschaftsstandort Berlin, so das Urteil.

Grünes Licht gab es 2018 für zwei neue Programme der Einstein Stiftung: Mit den „Einstein-Profil-Professuren“ unterstützt die Einstein Stiftung die Berliner Universitäten in der Rekrutierung internationaler Spitzenwissenschaftlerinnen und Spitzenwissenschaftler. Die Initiative wird in den ersten fünf Jahren von der Damp Stiftung mit bis zu 15 Millionen Euro unterstützt. Mithilfe des Förderformats ist es beispielsweise gelungen, Benjamin Judkewitz, Professor auf dem Gebiet des Bioimaging und der Neurophotonik am Neurowissenschaftlichen Forschungszentrum der Charité, in Berlin zu halten.

Die Worte „Alles wahrhaft Große und Anregende wird von dem Individuum geschaffen, das in Freiheit wirken kann“, stammen ebenfalls aus der Feder unseres Namenpatrons. Diesem Gedanken ist auch das Programm „Wissenschaftsfreiheit“ verpflichtet, das seit August 2018 bedrohte oder in ihrer Arbeit eingeschränkte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als „Einstein-Gastprofessoren“ oder mit „Einstein Junior Scholarships“ fördert. Über zwanzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die z. B. aus dem Iran, aus Syrien und der Türkei kommen, können mit dieser Unterstützung bereits in Berlin forschen.

Weitere Lichtblicke des Förderhandelns im Jahr 2018 stellen drei neue Einstein-Professuren an der Charité-Universitätsmedizin Berlin dar: Marcus Mall (Universitätsklinik Heidelberg) übernahm die Leitung der Pädiatrischen Pneumologie und Immunologie, Markus Ralser (Francis Crick Institute London) kommt die Leitung des Instituts für Biochemie zu und Surjo Soekadar (Universitätsklinikum Tübingen) tritt die deutschlandweit erste Professur für Klinische Neurotechnologie an. Mit John Ioannidis (Stanford Universität) gewinnt Berlin zudem einen international angesehen Medizin-Professor, der im Rahmen seines Einstein BIH Visiting Fellowships ein Innovationszentrum für Meta-Forschung in Berlin aufbaut. Ioannidis ist einer von sechs neuen Einstein BIH Visiting Fellows, deren Forschungstätigkeit die Einstein Stiftung in Kooperation mit dem Berlin Institute of Health (BIH) ermöglicht.

Ein wahres Leuchtfeuer entfachte im September die Bewilligung von sieben Anträgen der Berliner Universitäten in der Förderlinie Exzellenzcluster in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Die Einstein Stiftung gratuliert den Berliner Universitäten zu diesem exzellenten Ergebnis! Besonders freuen wir uns über die bewilligten Clusteranträge MATH+, NeuroCure und UniSysCat, die auch auf erfolgreichen Förderformaten der Einstein Stiftung aufbauen.

Ebenfalls neu in Berlin ist die Veranstaltungsreihe „Einstein in the Dome“. In Kooperation mit der Stiftung Planetarium lädt die Einstein Stiftung herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu ein, ihre neusten Forschungserkenntnisse unter’m Sternenhimmel im Zeiss-Großplanetarium zu präsentieren. Den Auftakt machten dieses Jahr die Einstein Visiting Fellows Dieter Jaeger und Viola Vogel.

Auf das kommende Jahr blicken wir mit besonderer Vorfreude, denn 2019 feiert die Einstein Stiftung ihr zehnjähriges Bestehen! Eine Dekade Exzellenzförderung liegt bereits hinter uns und das gilt es zu feiern! Ich möchte Sie an dieser Stelle herzlich einladen, Gast unseres Einstein-Neujahrsempfangs am 23. Januar 2019 im Meistersaal zu sein. Im Rahmen des Festakts geben wir die diesjährigen Gewinner des Einstein-Doktorandenprogramm-Preises bekannt. Zudem erhalten Sie die Gelegenheit, einen Blick in die Jubiläumsausgabe von ALBERT zu werfen.

Damit die Einstein Stiftung auch zukünftig herausragende Forschung in Berlin fördern kann, braucht sie die Unterstützung privater Geldgeber. Sollten Sie sich für die Wissenschaft in Berlin engagieren wollen, können Sie das über die Einstein Stiftung mit der größtmöglichen Wirkung tun. Zum einen können Sie sicher sein, dass alle Projekte ein mehrstufiges Qualitätssicherungsverfahren durchlaufen; und zum anderen honoriert das Land Berlin Ihr Engagement und bezuschusst jeden privat eingebrachten Euro noch einmal mit 50 Cent an öffentlichen Mitteln.

Nun wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie im Namen der gesamten Einstein Stiftung noch eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein frohes neues Jahr 2019!


Herzlichst  

Ihr Günter Stock