Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Einstein Doctoral Programme

Mit dem Einstein-Doktorandenprogramm-Preis würdigt die Einstein Stiftung Berlin besonders erfolgreiche strukturierte Doktorandenprogramme an den Berliner Universitäten und der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Das Preisgeld soll den Promotionsprogrammen neue Spielräume zur Nachwuchsförderung und strukturellen Weiterentwicklung eröffnen. Gleichzeitig sollen die Preise auch dazu beitragen, die Attraktivität der Doktorandenausbildung in Berlin international sichtbarer zu machen.

Die Preisgelder können zum Beispiel für Stipendien und Doktorandenstellen, Veranstaltungen oder für die Einladung internationaler Gäste verwendet werden. Die beiden erstplatzierten Programme erhalten für die Dauer von drei Jahren jeweils insgesamt 360.000 Euro, das zweitplatzierte Programm insgesamt 300.000 Euro. Während der Dauer ihrer Förderung tragen die Preisträger die Auszeichnung „Einstein Doctoral Programme“.

Preisträger 2018

Mit höchstem Lob (summa cum laude) wurde die Berlin Graduate School of Muslim Cultures and Societies ausgezeichnet. Die Graduate School of North American Studies wurde mit großem Lob (magna cum laude) gewürdigt, die Berlin Mathematical School erhielt die Auszeichnung mit Lob (cum laude). 

Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies

Die Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies widmet sich der inneren Vielfalt, historischen Wandelbarkeit und globalen Vernetzung islamisch geprägter Kulturen und Gesellschaften. Insbesondere erforscht die Graduiertenschule die Interaktionen und Beziehungen zwischen muslimischen und nicht-muslimischen Gruppen und Gesellschaften, in Europa und weltweit. Sie gilt als eine der profiliertesten Graduiertenschulen Berlins und ist eine der wenigen Einrichtungen in Europa überhaupt, die sich hierauf spezialisiert hat. Gewürdigt wurden zudem die weltweite Vernetzung sowie die forschungsstarke Ausrichtung der Absolventen. Das Preisgeld soll unter anderem für eine „Prädoc“-Finanzierung verwenden werden, das heißt, vielversprechende Kandidaten sollen zur Aufnahme eines erfolgreichen Promotionsstudiums befähigt werden. 

Graduate School of North American Studies

Im Bereich der Amerika- und Kanada-Studien ist die Graduate School of North American Studies ein internationaler Leuchtturm des Wissenschaftsstandorts. Angesiedelt an der Freien Universität Berlin widmet sich die Graduiertenschule der umfassenden und interdisziplinären Erforschung des gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Wandels der nordamerikanischen Gesellschaften zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Zukünftig wird der Forschungsschwerpunkt insbesondere auf den jüngeren krisenhaften Entwicklungen liegen, welche die Vereinigten Staaten und Kanada gegenwärtig durchlaufen. Neben der hohen Internationalität wurde insbesondere die geringe Abbrecherquote (2,7%), das qualitätsgesicherte Programm sowie das Gastwissenschaftlerprogramm gewürdigt.

Berlin Mathematical School

Im Bereich der Mathematik zählt die Berlin Mathematical School, wie auch der gesamte Wissenschaftsstandort, zur internationalen Spitze. Die Schule zählt zu den größten disziplinären Promotionsprogrammen in Berlin und wird von der Technischen Universität Berlin (Sprecheruniversität), der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Freien Universität Berlin getragen. Mehr als die Hälfte aller Promovierenden kommt aus dem Ausland. Die Graduiertenschule konnte zudem zahlreiche international herausragende Forscherpersönlichkeiten als Einstein Visiting Fellows längerfristig an den Standort binden. Ein besonderes Charakteristikum ist die „fast-track-Option“ zur Promotion für Bachelorstudenten. Hervorzuheben sind die zahlreichen Serviceleistungen der Graduiertenschule, wie beispielsweise die intensive Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen. Die Preisgelder sollen unter anderem für Postdoctoral Fellows und zur Stärkung der Alumniarbeit verwendet werden.