Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Die Vermessung des Gehirns

Donnerstag I 5. März 2020 I 19 Uhr

 

 

Inwieweit lassen sich Gedanken lesen? Werden wir bald unsere Gehirne an das Internet anschließen? Wo liegen die ethischen Grenzen im Einsatz von Neurotechnologie und Künstlicher Intelligenz? Die Kommunikationswissenschaftlerin und ada-Gründungsverlegerin Miriam Meckel und der Neurotechnologe und Einstein-Professor Surjo Soekadar ergründen die Verheißungen und Herausforderungen der technologischen Entwicklung im gemeinsamen Gespräch und lassen sie anhand von Exponaten anschaulich werden.

 

Schon immer hat sich die Menschheit für die Antriebszentrale ihres Seins und Bewusstseins interessiert: das Gehirn. Dank der Digitalisierung und der Erkenntnisse in den Neurowissenschaften ist es inzwischen möglich, das Gehirn nicht nur besser zu verstehen, sondern auch auf neue Weise zu nutzen. Durch Neurotechnologie lässt sich Gehirnaktivität in Alltagsumgebungen auslesen und als Steuersignale von Computern oder Robotern verwenden. So können beispielsweise Alltagsgeräte mit Gedanken gesteuert werden, etwa um die Lebensqualität und Selbstbestimmung von gelähmten Patienten zu verbessern. Wir laden Sie herzlich ein, Miriam Meckel und Surjo Soekadar auf ihrer Reise in die Zukunft zwischen Neurotech, KI und Robotik in der Urania zu begleiten. Im Anschluss an die Diskussion erhalten Sie die Möglichkeit, sich von Surjo Soekadar und seinem Team in die Welt der Gehirn-Computer-Schnittstellen und Exoskelette einführen zu lassen und deren Anwendung live zu erleben.

 

Miriam Meckel
Miriam Meckel ist die Gründungsverlegerin der digitalen Lernplattform ada der Handelsblatt Media Group. Zuvor war sie seit 2014 Chefredakteurin und Herausgeberin der WirtschaftsWoche. Seit 2005 ist Miriam Meckel Professorin für Corporate Communication an der Universität St. Gallen in der Schweiz.

 

Surjo Soekadar
Surjo Soekadar hat die deutschlandweit erste Professur für Klinische Neurotechnologie inne. An der Charité-Universitätsmedizin erforscht er, wie Neurotechnologien bei der Behandlung von neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen eingesetzt werden können. Mit seiner bisherigen Forschung konnte er es Querschnittsgelähmten ermöglichen, mithilfe eines hirngesteuerten Hand-Exoskeletts, einer Art Stützstruktur, erstmals wieder selbstständig zu essen und zu trinken.


Durch den Abend führt der Neurobiologe, Wissenschaftsautor und Science Slammer Jochen Müller.

Anmeldung

Anmeldeformular
captcha