Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Einstein-Fragebogen

Friedel Gerfers

 

Friedel Gerfers erforscht, wie exponentiell wachsende Datenmengen im Zeitalter des mobilen Internets sowie der Integration von vernetzten Maschinen und Sensoren mit höchster Energieeffizienz und gleichzeitig geringsten Verzögerungszeiten zu übermitteln sind. Er arbeitet an den Schnittstellen zwischen der Antenne auf der einen Seite und dem digitalen Chip-Interface, also der digitalen Signalverarbeitung, auf der anderen Seite. Die entwickelten Chips wird er künftig nicht mehr nur simulieren, sondern nun auch in der Realität auf ihre Leistungsfähigkeit hin analysieren können. 

 

Schließen Sie bitte kurz Ihre Augen, und denken Sie an Ihr Forschungsprojekt. Was sehen Sie als
Erstes?

Eine schnellere mobile Internetverbindung mit höchsten Datenraten.


Wie erklären Sie Ihr Forschungsprojekt einem Kind?
Wir forschen an Lösungen für schnellere Internetverbindungen, Kommunikation von Maschinen und selbstfahrenden Fahrzeugen, sowie Mikrochips für die Medizin.


Was überrascht Menschen am meisten, wenn Sie von Ihrer Forschung erzählen?
Wie klein und leistungsfähig die Mikrochips heutzutage sind. Die neusten Transistoren (grundlegende Bauelemente eines Verstärkers) haben eine Strukturgröße von 10 Nanometer und weniger. Als Größenvergleich: unsere DNA hat ungefähr dieselben Ausmaße. 


Mit wem würden Sie gerne einmal einen Arbeitstag tauschen, und was würden Sie dann tun?
Ich würde gerne surfen können und die größten Wellen reite.

 

Gibt es ein bestimmtes, ungewöhnliches Hobby oder auch Talent von dem Sie uns erzählen möchten?
Ich bin auf einem kleinen Bauernhof groß geworden, und ich kann sehr gut mit Tieren und Feldmaschinen umgehen.

 

Was haben Sie erst durch Ihre Forschung über das Leben gelernt?
Fehlschläge zu akzeptieren daraus jedoch einen Gewinn zu ziehen und zu lernen was man beim nächsten Mal besser machen muss und selbst kleine Erfolge zu feiern!

 

Was wären Sie heute, wenn Sie nicht Wissenschaftler geworden wären?
Erfolgreicher Entrepreneur und Firmengründer im Silicon Valley, USA. 

 

Welchen Ort in Berlin finden Sie besonders spannend? Oder gibt es einen Berliner Ort an dem Sie sich besonders wohl fühlen?
Das Naturkundemuseum finden wir (meine Familie und ich) besonders spannend mit all den Fossilien, den versteinerten Dinosaurier-Skeletten und der in Alkohol konservierten Tiersammlung. 

 

Was überrascht Sie an Berlin am meisten? Womit hätten Sie in Berlin gar nicht gerechnet und was vermissen Sie? Was macht Berlin einzigartig für Ihre Forschung?
Am meisten hat mich positiv überrascht wie „Grün“ Berlin ist, wieviel Wald- und Grünflächen es gibt, selbst im Stadtkern.
Meine Familie und ich vermissen das ganzjährig sehr angenehme Klima des Silicon Valleys und die damit verbundene flexible Freizeitgestaltung.

Wissenschaftlich hat mich Berlin sehr positiv überrascht, mit der in Deutschland einzigartigen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Expertise im Bereichen der Photonik sowie die Vielzahl an Firmen.

Wissenschaftlich und wirtschaftlich fehlt mir das Silicon Valley mit der Stanford Universität mit all den verschiedenen Kernkompetenzen, den innovativen Startups in einem Umkreis von nur 50 Kilometer. 

 

Stand: Juni 2019