Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Einstein-Fragebogen

Maike Sander

 

Maike Sander ist Direktorin des Pediatric Diabetes Research Center und Co-Direktorin des Center on Diabetes am Institute of Engineering in Medicine der University of California in San Diego. Sie ist dort außerdem Professorin in den Abteilungen für Pädiatrie und Molekular- & Zellmedizin. Ihr Hauptforschungsinteresse ist es, die molekularen Mechanismen zu verstehen, die der Bildung und Funktion der verschiedenen Zelltypen der Bauchspeicheldrüse zugrunde liegen, insbesondere der insulinproduzierenden Beta-Zellen. In Berlin wird ihr Schwerpunkt auf der Etablierung einer auf menschlichen, pluripotenten Stammzellen basierenden Pankreas-Beta-Zell-Differenzierungsplattform zur Modellierung von Mechanismen, die der Pathogenese von Diabetes zugrunde liegen. 

 

Machen Sie bitte kurz die Augen zu und denken Sie an die Arbeit in Ihrem Forschungsprojekt. Was sehen Sie als Erstes?

Eine lebhafte Diskussion mit brillanten Praktikanten und Mitarbeitern.


Wie erklären Sie Ihr Forschungsprojekt einem Kind?

Es ist wie ein Puzzle, wobei der Spaß darin besteht, die Teile zusammenzufügen.


Was überrascht Menschen am meisten, wenn Sie von Ihrer Forschung erzählen?

Dass ich nicht (länger) diejenige bin, die im Labor die Experimente durchführt.


Mit wem würden Sie gerne für einen Tag Ihren Arbeitsplatz tauschen und was würden Sie dann tun?

Wenn es nur für einen Tag wäre, vielleicht mit einem Profiathleten. „Train, eat, sleep and repeat“ – die Konzentration auf nur eine Sache wäre einen Tag lang ganz schön.


Haben Sie irgendwelche ungewöhnlichen Hobbys oder Talente, die Sie uns verraten möchten?

Ich bin früher Radrennen gefahren und stand auch auf dem Siegertreppchen bei den US Masters National Championships.


Was haben Sie erst durch Ihre Forschung über das Leben gelernt?

Es geht nicht nur um das Ziel – den Erfolg –, sondern auch um die Freude, die der Weg dahin bereitet.


Was wären Sie heute, wenn Sie nicht Wissenschaftler geworden wären?

Ich wollte immer etwas machen, bei dem ich viel mit Menschen von überall auf der Welt zu tun haben. Entsprechend wäre auch ein Job als Diplomatin oder Auslandsreporterin spannend gewesen.


Gibt es einen außergewöhnlichen Gegenstand, der Sie in Ihrem Arbeitsleben oder im Alltag begleitet?

Nein – er müsste auch so klein sein, dass er ins Handgepäck passt.


In welchem Berliner Bezirk, an welchem Ort, fühlen Sie sich besonders wohl und warum?

Mitte, weil es international und zukunftsorientiert ist. 


Womit hätten Sie in Berlin gar nicht gerechnet und was vermissen Sie? Was macht Berlin einzigartig für Ihre Forschung?

An Berlin mag ich, dass es sich ständig verändert. Für die Forschung ist die Vernetzung des Fachwissens und der Infrastruktur der unterschiedlichen Berliner Universitäten und Einrichtungen einfach großartig. Eine noch größere Integration wäre eine enorme Chance.