Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Einstein-Fragebogen

Steffen Müller

Viele Menschen interessieren sich für Autos, doch kaum einer versteht sie so gut wie Steffen Müller. Seine Expertise in der Fahrwerkregelung und in Fahrerassistenzsystemen wird der renommierte Forscher als Einstein-Professor an der TU Berlin einbringen. Dort schloss der Ingenieurwissenschaftler auch sein erstes Studium ab, danach forschte er an der Cambridge University und an der University of California, Berkeley. Vor seiner Berufung an die Universität Kaiserslautern arbeitete er als Projektleiter am BMW Forschungs- und Innovationszentrum.

 

 

Schließen Sie bitte kurz Ihre Augen, und denken Sie an an Ihr Forschungsprojekt. Was sehen Sie als Erstes?

Die Berliner Innenstadt mit autonomen, vernetzten Elektro-Robotaxis mit Fußgängern und Radfahrern, die keine Angst mehr haben, angefahren zu werden. 

 

Wie erklären Sie Ihr Forschungsprojekt einem Kind?

Autonome Fahrzeuge sind wie Taxis ohne Fahrer und werden besser und sicherer fahren als heutige Autos.

 

Was überrascht Menschen am meisten, wenn Sie von Ihrer Forschung erzählen?

Wie viel noch zu tun ist.

 

Mit wem würden Sie gerne einmal einen Arbeitstag tauschen, und was würden Sie dann tun?

Mit dem Verkehrsminister. Und dann würde ich gerne die Strategie des Ministeriums auf den Prüfstand stellen.

 

Was haben Sie erst durch Ihre Forschung über das Leben gelernt?

Größere Zusammenhänge erkennen.

 

Was wären Sie heute, wenn Sie nicht Wissenschaftler geworden wären?

Vermutlich Manager in einer Automobilfirma.

 

Welchen Ort in Berlin finden Sie besonders spannend? Oder gibt es einen Berliner Ort an dem Sie sich besonders wohl fühlen?
Grunewaldturm, Savignyplatz und Hackescher Markt 

 

Was überrascht Sie an Berlin am meisten? Womit hätten Sie in Berlin gar nicht gerechnet und was vermissen Sie? Was macht Berlin einzigartig für Ihre Forschung?

Die Menschen in Berlin sind trotz aller Gegensätze und Probleme immer noch häufig entspannt und offen. Ich mag den Berliner Humor, obwohl ich mir manchmal mehr “Herz“ und weniger “Schnauze“ wünschen würde. Ich vermisse klare Konzepte und Führung sowie mehr Professionalität der Berliner Politik und eine signifikante lokale Forschungsförderung. Einzigartig für meine Forschung ist die Fülle an verschiedensten Forschungseinrichtungen und -disziplinen.    

 

Mai 2019