Für die Wissenschaft. Für Berlin.

„Wir dürfen nie müde werden, zu argumentieren, zu erklären, zu erläutern.“

Dagmar Reim hat als Gründungsintendantin des Runfunk Berlin-Brandenburg gleich doppelt Geschichte geschrieben: Sie vereinte die Ost- und Westsender in der neuen Bundeshauptstadt und war damit 2003 die erste Frau an der Spitze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Im Interview spricht die Beiratsvorsitzende der Einstein Stiftung über Wissenschaftskommunikation im Zeitalter der Filterblasen, blickt auf prägende Momente ihres Berufslebens zurück und verrät, wie man im Kampf um Geschlechtergerechtigkeit gelassen bleibt.

 

 

Warum engagieren Sie sich für die Einstein Stiftung?

 

Wissenschaft war für mich immer ein Faszinosum. Weil ich neugierig bin. Und es gibt natürlich Schnittstellen zwischen Journalismus und Wissenschaft. Meine Zeit im Wissenschaftsrat, jene sechs Jahre die ich dort verbracht habe, von 2012 bis 2018, haben dieses Interesse sehr vertieft.

 

Was zeichnet für Sie gute Wissenschaftskommunikation aus?

 

Gute Wissenschaftskommunikation ist verständlich. Ich weiß, dass das ein sehr hohes Ziel ist – und ich verschärfe die Formulierung: Gute Wissenschaftskommunikation ist allgemeinverständlich. Ein wunderbares Beispiel aus diesen Tagen ist Christian Drosten. Er muss sehr komplexe Zusammenhänge mit dem Coronavirus darstellen, gleichwohl gelingt es ihm, sich einem Millionenpublikum verständlich zu machen. Das ist die Krönung von Wissenschaftskommunikation.

 

Aber wie können wir Zielgruppen erreichen, die – anders als die Hörer*innen solcher Formate – keine grundlegende Affinität zu wissenschaftlichen Themen haben?

 

Das sehen wir eben bei Drosten. Sein Podcast bei NDR-Info ist aktuell einer der meist abonnierten in Deutschland: Millionen Menschen, die sich täglich, wöchentlich, monatlich darüber informieren.   Hier gelingt es also einmal, breite Mehrheiten zu erreichen, also auch eine Zielgruppe über die Wissenschaftsaffinen hinaus. Das ist der Traum jeden Wissenschaftskommunikators. Davon geht, finde ich, sehr viel Ermutigung aus.

 

Bräuchte es mehr innovative Formate, um auch Jugendliche zu erreichen?

 

Unbedingt. Es geht da um „uralten Wein“. Der uralte Wein ist die evidenzbasierte Wissenschaft: etwas, das durch interessante, nachhaltige, zähe Forschung erreicht worden ist. Nun geht es darum, diesen alten Wein, daran hat sich nie etwas geändert, in neue Schläuche zu gießen. Genauso wie wir uns irgendwann von der CD-ROM und fast schon vom Faxgerät verabschiedet haben, verabschieden wir uns auch von alten Darbietungsformen. Der Podcast war schon mal da. Dann war er zwischendurch so tot wie eine Maus im Labor, und jetzt ist er wieder unglaublich lebendig. Wir müssen neue Darbietungsweisen, neue Verbreitungswege für die Wissenschaftskommunikation finden. Denn es hilft nichts, herrliche Pressemitteilungen auf Papier unter Ermordung zahlreicher Wälder zu bannen, wenn die dann keiner liest oder sie umweglos im Papierkorb landen.

 

Von Medienmacher*innen hört man immer wieder, die Übergänge zwischen Public Relations, also Auftragskommunikation, und Journalismus würden zunehmend fließend. Teilen Sie diese Beobachtung?

 

Ich teile diese Beobachtung aus zwei Gründen. Zum einen, Kompliment an die PR-Branche, auch deren Methoden und Darbietungsweisen verfeinern und modernisieren sich. Zum anderen aber gibt es insofern eine Krise des seriösen Journalismus, als es den Tageszeitungen immer schlechter geht. Die papierene Tageszeitung wird aussterben. Deswegen besinnen sich die Verlage. Wie können sie Geschäfte im Digitalen machen? Viele Verlage sparen am falschen Ende und kürzen beim Journalismus. Der Journalismus ist aber das Qualitätsmerkmal, ohne das die Verlage auch im Netz nicht auskommen werden. Und Journalistinnen und Journalisten, die in ihrer Existenz bedroht sind, suchen sich natürlich neue Arbeitsfelder. Viele von ihnen landen in der PR. Deswegen verschwimmen hier die Grenzen, und das ist für den Journalismus jedenfalls nicht gut.


Gerade in Zeiten der Pandemie zeigt sich, dass sich ein Teil der Gesellschaft abgehängt fühlt und in eine Blase der Verschwörungstheorien und Falschinformation zurückzieht. Wie kann man dem entgegenwirken?

 

Den harten Kern derer, die wir jetzt mal grob und verallgemeinernd Verschwörungstheoretiker und Fake-News-Anhängerinnen nennen, den werden wir nicht erreichen. Wir können sie nicht erreichen, weil sie sich eingemauert haben. Wer immer sich eingemauert hat, der ist nur mit dem Abrissbagger zu erreichen, und den haben wir nicht. Wir müssen kämpfen um diejenigen, die noch erreichbar sind. Wir müssen um diejenigen kämpfen, die Zweifel haben, die Fragen haben, die auch durchaus berechtigt Kritik am Vorgehen der Regierung, der Exekutive, der Legislative, in der Pandemie haben. Wir haben keine andere Waffe als das Wort: Wir dürfen nie müde werden, immer neu zu argumentieren, zu erklären, zu erläutern.

 

Welchen Anteil haben die Sozialen Medien an gesellschaftlicher Polarisierung?

 

Natürlich haben sie einen nicht zu unterschätzenden Anteil. Wer früher krause Ideen hatte, schlurfte zum Stammtisch und fand dort ungefähr vier Gleichgesinnte, die in ihre Bierkrüge nickten. Heute finde ich mit jeder noch so abstrusen Idee mindestens 1000 Follower im Netz, die das ganz genau so sehen. Das Netz ist ein Nährboden für Abstrusitäten aller Art: gedanklich, gesellschaftlich, sexuell. Jeder Mensch, und sei er noch so verrückt, findet dort Gleichgesinnte. Das bedeutet auch, dass ganze Blasen entstehen, die in vorelektronischen Zeiten, als die Mobilisierungsmöglichkeit fehlte, gar nicht möglich gewesen wären. So gibt es mittlerweile die recht ausgeprägte Blase der Coronaleugner und Impfgegnerinnen, die sich gesucht und gefunden haben. Dabei kann man freimütig einräumen: Auch wir bewegen uns in einer gewissen Blase des Denkens, des Empfindens, des Handelns. Das ist nichts, was die sozialen Medien besser oder schlechter macht. Es gibt aber neue Verteilwege, Gruppierungen, Darbietungsweisen, und damit auch neue, andere Probleme.

 

Gibt Ihnen dies Anlass zu Kulturpessimismus?

 

Nein, nein. Ich bin da absolut Kölsch: „Et hätt noch immer jot jejange.“ Und ich denke, wenn ich Menschen nörgeln höre, „Wie schwer es jetzt ist in diesen Zeiten, ich bin sonst immer im Winter auf Teneriffa!“, das ist Elend auf höchstem Niveau. Die sollen sich mal kurz überlegen, wie es den Geflüchteten geht, die an den Gestaden des Mittelmeers landen. Oder aber auch Menschen, die bei diesem Wetter auf der Straße kampieren. Unsere Großeltern haben im Krieg Kinder bekommen. Und selbst die haben den Glauben an die Zukunft nicht verloren.

 

Als RBB-Intendantin waren Sie die erste Frau an der Spitze einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Was raten Sie jungen Frauen, die in Führungsebenen streben, welche noch überwiegend männlich besetzt sind?

 

Mein erster und wichtigster Rat klingt banal – Augen auf bei der Partnerwahl. Sie brauchen jemanden, der Sie unterstützt, wenn Sie aus dem idyllischen Zweiermodus in einen Dreier- oder gar Vierermodus gehen, dann brauchen Sie Hilfe. Ich habe die Karrieren unserer Volontärinnen und Volontäre über zig Jahre verfolgt. Wir hatten jeweils zu Beginn der Ausbildung mehr Volontärinnen als Volontäre. Zehn Jahre nach dem Ende der Ausbildung waren die Männer aus dem Jahrgang Abteilungsleiter, Redakteure, Korrespondenten. Die Frauen schoben mit noch einem Kind an der Hand den Kinderwagen über den Prenzlauer Berg und waren für immer weg. Ich verstehe nicht, dass sich daran bis heute so wenig geändert hat. Das ist also ein ganz wichtiger Tipp: Sie brauchen Unterstützerinnen und Unterstützer, auch außerhalb Ihrer Familie. Suchen Sie sich frühzeitig Mentorinnen, Mentoren. Ich spreche bewusst von beiden Geschlechtern. Sprechen Sie ältere, erfolgreiche Frauen und Männer im Beruf an und bilden Sie Netzwerke. Die Formulierung „Niemand ist eine Insel“ finde ich sehr passend, so heißt ein Roman des österreichischen Schriftstellers Johannes Mario Simmel. Verbünden Sie sich mit Menschen, die ähnliche Ideen haben wie Sie. Denken Sie weniger über Konkurrenz nach als über gegenseitige Hilfe. Und Sie brauchen Humor, sogar ziemlich viel davon. Sonst werden Sie bitter und verzweifelt.

 

Hatten Sie als junge Frau Vorbilder? Welche Persönlichkeiten inspirieren Sie noch heute?

 

Eine, die mir bis heute ganz wichtig ist, ist Carola Stern. Sie war eine höchst erfolgreiche Journalistin im WDR. Ein Unikat: Als ich zum WDR kam, war sie alleine unter Männern in der politischen Redaktion. Und als ich dann Kinder bekam, hätte kein Mensch damals daran gedacht, einem ausgewachsenen Redakteur, einer Redakteurin eine halbe Stelle zuzugestehen. Skandal! Man arbeitete entweder ganz, 200 Prozent oder gar nicht. Carola Stern hat mit mir ihre Stelle geteilt. Sie war alt, also alt aus meiner Sicht damals, erfolgreich, und sie war etabliert. Als sie sagte, mit dieser jungen Frau möchte ich eine Stelle teilen, konnte der Intendant das nicht ablehnen. Sie erzählte mir diese Anekdote aus ihrer Anfangszeit, wie sie als erste und einzige Frau zum ersten Mal in eine Konferenz der politischen Redaktion trat. Es wurde geraucht wie wahnsinnig, man sah kaum vor lauter Qualm, und einer der Köpfe der Herren hob sich aus dem Rauch und sagte: „Das ist hier kein Kaffeekränzchen.“ Das ist noch nicht so lange her. Carola Stern hat sich zeitlebens für Frauen in unserem Beruf eingesetzt. Das habe ich bei ihr gesehen, und das habe ich dann genauso gemacht in den vergangenen 40 Jahren. Ich habe, wie Sie wissen, den Sender RBB gegründet durch die Fusion des Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg, ORB, und dem Sender Freies Berlin, SFB. Zur Gründungszeit war der Frauenanteil in Führungspositionen beim SFB elf Prozent, beim ORB dank Osttradition immerhin 30 Prozent. Als ich den RBB dann 2016 verließ, waren es 45 Prozent Frauen in Führungspositionen.

 

Ich habe viele Frauen in Führungspositionen kennengelernt, die sagen: „Ich habe es alleine geschafft.“ Das halte ich für vollkommenen Unsinn. Egal ob Journalistin, Wissenschaftlerin, Apotheker – es geht nicht alleine.

 

Sie haben die Radio- und Fernsehlandschaft Deutschlands wesentlich mitgeprägt. Können Sie uns eine lustige oder markante Anekdote aus Ihrer Zeit bei den Öffentlich-Rechtlichen erzählen?

 

Es gibt viele! Ich erzähle mal zwei. Wir haben jedes Jahr einen großen Empfang im Hauptstadtstudio der ARD gegeben. Das waren die Zeiten, an die Sie sich nicht mehr erinnern werden, als man sich noch treffen durfte (lacht). Dort standen am Eingang der Programmdirektor Deutsches Fernsehen, der Chef des Hauptstadtstudios, das war damals Ulrich Deppendorf, und ich, die Intendantin des RBB. Wir haben die Gäste begrüßt: Bundeskanzlerin, Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Es erschien der Ministerpräsident Stoiber. Er hat die Herren begrüßt, dann hat er mich begrüßt und gesagt: „Guten Abend, Frau Deppendorf!“ Selbstverständlich, dass Herr Deppendorf seine Frau an der Seite hatte bei dieser Begrüßungsszene. Das fand ich sehr aufschlussreich im 21. Jahrhundert.

 

Die andere Anekdote reicht noch viel weiter zurück. In einer anderen Position, damals als Pressesprecherin der ARD, nahm ich an den Intendantensitzungen teil und hörte, was die Herren besprachen und beschlossen. Ich komme also in den Sitzungssaal und treffe auf den Intendanten des Hessischen Rundfunks, der schaut mich an und sagt: „Kann ich Ihnen kurz was diktieren?“. Da habe ich gesagt: „Sehr gern.“ Denn in Kleinigkeiten sollte man immer großzügig sein. Das muss man vielleicht erklären, weil es so old school ist: Früher wurden Texte nicht irgendwo eingesprochen, sondern willigen Vollstreckerinnen in den Block diktiert. Er konnte gar nicht auf die Idee kommen, dass es etwas anderes sein könnte als eine Dienstleistung für ihn, die ich anbiete. Dazu hat mir auch Carola Stern eine schöne Geschichte erzählt. Sie kam zu einem SPD-Parteitag als politische Berichterstatterin, sie hatte ihr kleines Schwarzes gewählt und war an der Garderobe. Es kamen Herren und schmissen ihr ihre Mäntel zu, weil sie dachten, eine Frau, die an der Garderobe vorbeigeht, kann nur die Garderobiere sein.

 

Stark, wer da die Contenance behält.

 

Ich habe in der Situation mit Ministerpräsident Stoiber damals lediglich gesagt: „Grüß Gott, Herr Stoiber!“ Keine Gegendarstellung. Man braucht Humor – hilft er doch, sich nicht so wichtig zu nehmen. Ohne Selbstdistanzierung kippt man irgendwann wie ein Wellensittich von der Stange.

 

Bedeutende Geschichtsereignisse haben Sie aus Perspektive der Nachrichtenmacher*innen begleitet. Was waren die für Sie eindrücklichsten Momente?

 

Der Weg zur deutschen Einheit ist unvergesslich in meinem Berufsleben. Ich durfte ihn als Reporterin begleiten und war beim Sturm auf die Stasi-Zentrale in der Normannenstraße dabei. Ich war dabei, als die D-Mark kam, und ich verdanke es nur den breiten Schultern und dem breiten Kreuz meines Kollegen, Fritz Pleitgen, dass ich nicht zerquetscht wurde. Er stellte sich vor mich, es war ein solch unglaublicher Bodycheck, Sie können sich das nicht vorstellen! Als Reporterin mit dem Aufnahmegerät unterwegs zu sein in der Nacht der Deutschen Einheit, das war unvergesslich. Damals lebte ich in Hamburg und arbeitete beim NDR. Und wie ich in dieser Nacht vollkommen über-euphorisiert durch die Straßen rannte, da habe ich mir gewünscht, in normalen Zeiten nach Berlin kommen zu dürfen. Das hat schließlich geklappt, und dafür bin ich immer dankbar. Seit einigen Jahren arbeite ich ja mit in der Stiftung Brandenburger Tor, und bis heute freue ich mich jedes Mal, wenn ich zum Brandenburger Tor komme. Ich habe wenig Verständnis für Menschen, die sich nicht freuen, dass uns mit dieser unblutigen Revolution so viel gelungen ist.

 

Als Leiterin von Landesfunkhäusern mussten Sie auch über ein ganzes Spektrum an Musikprogrammen walten. Was hören Sie selbst gern?

 

Ich bin in den Fängen der Klassik. Mein Gott ist Bach, und ich liebe die Oper – so sehr, dass ich dreimal wöchentlich in die Oper gehen könnte. Sie können sich vorstellen, wie ich gerade leide. Aber ich habe auch ein Gefühl für andere Musikrichtungen. Ich mag sehr gerne Bob Dylan und Tom Waits. Dann habe ich eine absolute Trash-Liebe zum deutschen Schlager. Aus Gründen, die mir selbst nicht einleuchten, habe ich ein untrügliches Gedächtnis für Schlagertexte. Ich kann die Texte vieler Schlager auswendig, und die singe ich auch manchmal. Aber ich höre fast ausschließlich Klassik.

 

Welches Objekt – ob Alltagsgegenstand, Kunstwerk, Symbol oder Meme – könnte symbolisch für Ihr Selbstverständnis als ehemalige Intendantin stehen?

 

Ein Hocker von Zanotta, der war ein Abschiedsgeschenk meiner Kollegen vom NDR. Ich habe nochmal nachgesehen, Achille und Pier Giacomo Castiglioni heißen die Designer, entworfen wurde er 1957. Sie setzen sich darauf und fühlen sich wohl. Weil er nämlich leicht wippt. Und Sie haben den Eindruck, ja – das ist die Leichtigkeit des Seins. Dann aber stellen Sie fest, Sie können nur dann gut sitzen, wenn Sie gerade sitzen. Wenn Sie sich nämlich hängen lassen, kommen Sie nicht richtig ins Wippen, weil Unwuchten entstehen. Der Hocker steht symbolisch für das, was ich immer versucht habe: In meinem Job brauchte man Rückgrat, sonst schafft man es nicht. Aber wenn man Rückgrat hatte, dann wurde man belohnt durch leichte und sehr angenehme Schwingungen. Der Hocker steht noch immer in meinem Büro zuhause.

 

 


Welche Entwicklungen wünschen Sie sich für Berlin als Wissenschafts- und Wissensstadt?

 

Wenn man sich in der Einstein Stiftung engagiert, wie ich im Kuratorium der Humboldt-Universität sitzt und im Hochschulrat der Universität der Künste, dann wünscht man sich nichts anderes als eine brillante Entwicklung für die Wissensstadt Berlin. Die Grundlagen sind hervorragend gelegt. Besser geht es eigentlich nicht. Exzellenz-Universitäten, die Einstein Stiftung, 50 Lehrstühle für Digitale Forschungsbereiche, das Berlin Institute of Health, die Charité und viele weitere tolle Einrichtungen – von jeder Fachdisziplin das Beste. Jetzt geht es darum, dies alles zu vernetzen: Intelligenz, Forschungskraft und Imagination. Daran hapert es noch. Zumindest, solange manche der Mitspieler auf Topebene denken, es ginge alleine doch besser. Irrtum! Es geht nur, wenn wir das Etikett, das Label „Wissenschaftsstandort“ gemeinsam mit Leben füllen. Aber ich bin zuversichtlich, dass es gelingen wird, und ich hoffe, dass die Generationen, die jetzt zunehmend das Sagen haben werden, dies wissen und umsetzen.

 

Vielen Dank für das Gespräch, liebe Frau Reim.

 

 

Februar 2021

Interview: Eva Murasov