Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Einstein Doctoral Programme

Mit dem Einstein-Doktorandenprogramm-Preis würdigt die Einstein Stiftung Berlin besonders erfolgreiche strukturierte Doktorandenprogramme an den Berliner Universitäten und der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Das Preisgeld soll den Promotionsprogrammen neue Spielräume zur Nachwuchsförderung und strukturellen Weiterentwicklung eröffnen. Gleichzeitig sollen die Preise auch dazu beitragen, die Attraktivität der Doktorandenausbildung in Berlin international sichtbarer zu machen.

Die Preisgelder können zum Beispiel für Stipendien und Doktorandenstellen, Veranstaltungen oder für die Einladung internationaler Gäste verwendet werden. Die beiden erstplatzierten Programme erhalten für die Dauer von drei Jahren jeweils insgesamt 360.000 Euro, das zweitplatzierte Programm insgesamt 300.000 Euro. Während der Dauer ihrer Förderung tragen die Preisträger die Auszeichnung „Einstein Doctoral Programme“.

Preisträger 2020

Berlin School of Economics

Die „Berlin School of Economics“ (BSE) bietet seit September 2019 ein europaweit herausragendes Ausbildungsprogramm für Promovierende sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden in den Wirtschaftswissenschaften. Es geht aus drei erfolgreichen Vorgängerstrukturen hervor und ist eine Kooperation der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Technischen Universität Berlin mit folgenden weiteren Partnerinstitutionen: dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, der European School of Management and Technology, der Hertie School, der Universität Potsdam und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Derzeit 65 Professorinnen und Professoren decken an den acht beteiligten Institutionen ein breites Kursspektrum ab. Zahlreiche Sonder-Professuren ermöglichen dem wirtschaftswissenschaftlichen Nachwuchs auch Projekte in angewandter und politiknaher Forschung. Ein weiterer Vorteil für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist die Möglichkeit, im Rahmen von Masterclasses und Workshops regelmäßig mit international renommierten Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen, die nach Berlin eingeladen werden. Durch die Bündelung und Strukturierung der vielfältigen Angebote der Wirtschaftswissenschaften stärkt die BSE signifikant die Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandorts Berlin.

 

 

DFG-Graduiertenkolleg „Parasiteninfektionen: Von experimentellen Modellen zu natürlichen Systemen“

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DFG-Graduiertenkollegs „Parasiteninfektionen“ beschäftigen sich mit global verbreiteten Parasiteninfektionen, die aufgrund zunehmender Medikamentenresistenzen, der globalen Erderwärmung und steigender Fernreiseaktivitäten eine große medizinische und veterinärmedizinische Herausforderung darstellen. Anhand von vier wichtigen Parasitengruppen werden Infektionen bei Wild- und Haustieren in Europa und Afrika, bei Moskitos und beim Menschen analysiert. Die Nachwuchsforscherinnen und -forscher werden hierzu interdisziplinär in neuesten Technologien auf molekularer, zellulärer und organismischer Ebene ausgebildet. Die Erkenntnisse sollen zu einem besseren Verständnis der ökologischen Grundlagen beitragen und als Basis die Entwicklung von Impfstoffen ermöglichen. Eine der Besonderheiten des Promotionskollegs ist ein Feldkurs im Serengeti Wildlife Research Center in Tansania. Das an der Freien Universität Berlin angesiedelte Doktorandenprogramm umfasst ein Netzwerk aus sechs weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen mit parasitologisch ausgerichteten Arbeitsgruppen: die Charité-Universitätsmedizin Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, das Robert Koch-Institut, das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung sowie das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie und das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung. Die Bündelung des Ausbildungsangebotes stärkt die internationale Sichtbarkeit der Berliner Infektionsforschung.