Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow

Einstein BUA/Oxford Visiting Fellows können ausschließlich in von der Berlin University Alliance und der University of Oxford definierten Grand Challenge Themen beantragt werden, um Gastwissenschaftler*innen der University of Oxford in Berliner Forschungsverbünden einzubinden. Das Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow-Programm ist eine Kooperation der Berlin University Alliance (BUA) und der Einstein Stiftung Berlin (ESB). Die Einstein Stiftung übernimmt den Begutachtungsprozess und sichert anhand des erprobten mehrstufigen Verfahrens die wissenschaftliche Qualität des Programms.

I. ZIEL

Mit dem Programm „Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow“ sollen Spitzenwissenschaftler*innen sowie exzellente Nachwuchswissenschaftler*innen mit etablierter Forschungsposition an der University of Oxford längerfristig in die Berliner Forschungs- und Wissenschaftslandschaft eingebunden und auf diese Weise die OX/BER Wissenschaftskooperation weiter gestärkt werden. Zielgruppe sind insbesondere Wissenschaftler*innen, die exzellente Bereiche der Berliner Wissenschaft mit einer besonderen Kompetenz nachhaltig ergänzen. Ein Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow ist keine klassische Gastwissenschaftler*in mit einem einsemestrigen Aufenthalt an einer Berliner Einrichtung. Vielmehr sollen die Fellows längerfristig Teil der Berliner Wissenschaft werden. 

Es wird erwartet, dass der Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow sich in Berlin in Absprache mit seinen Gastgebern eine BUA/Oxford Arbeitsgruppe einrichtet. Erwünscht sind mehrere mehrwöchige oder ein mehr als dreimonatiger Arbeitsaufenthalt in Berlin pro Jahr, ergänzt um Remote-Elemente, um für Kolleg*innen und insbesondere für jüngere Teammitglieder präsent und ansprechbar zu sein. Während dieser Zeit bearbeitet er/sie auch mit den Berliner Kolleginnen und Kollegen gemeinsame Forschungsprojekte und führt in Absprache mit der gastgebenden Einrichtung Veranstaltungen durch.

Es wird des Weiteren erwartet, dass Mitglieder der BUA/Oxford Arbeitsgruppe des Fellows und Mitglieder der gastgebenden Arbeitsgruppe auch Forschungsaufenthalte (Treffen, Workshop, etc.) an der University of Oxford durchführen, um ebenfalls längerfristig Teil der Wissenschaftslandschaft der University of Oxford zu werden.

II. ANTRAGSBERECHTIGUNG

Antragstellerin/Antragsteller sind die im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder geförderten Berliner Exzellenzcluster. Außerdem sind Einstein Zentren, Einstein Research Units sowie diejenigen Berliner DFG-Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs antragsberechtigt, die zum Zeitpunkt des Förderbeginns eine Restlaufzeit (bei angenommener Höchstförderdauer) von drei Jahren haben. Nicht (mehr) durch kompetitiv eingeworbene Drittmittel geförderte Einheiten können bei entsprechender Begründung im Rahmen einer Einzelfallprüfung zugelassen werden.

Die OX/BER Wissenschaftskooperation ist im Sinne eines gastgebenden Verbundes (analog zu Verbundforschungsprojekten wie SFBs, Cluster u.a.) unabhängig von den oben genannten Verbundforschungsprojekten antragsberechtigt, wenn die Bedeutung der/des prospektiven Fellows für die Entwicklung der OX/BER Wissenschaftskooperation dargelegt wird. Der Antrag muss mit einer positiven Stellungnahme der jeweiligen Universität bzw. der Charité-Universitätsmedizin eingereicht werden.

III. FÖRDERUNG

Die Förderung umfasst Mittel in Höhe von max. 500.000 € verteilt über drei Jahre bzw. 330.000 € für Verlängerungsanträge über zwei Jahre.

Diese sollen für den Aufbau einer Arbeitsgruppe in Berlin verwendet werden, ggf. inklusive der Finanzierung eines Postdocs, der in Berlin angesiedelt ist und in der Arbeitsgruppe Führungsaufgaben übernehmen kann.

 

Zudem können daraus:

  • ein angemessenes Honorar für den Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow nach den Regeln der aufnehmenden Einrichtung (orientiert an der Qualifikation und der Stellung des Gastes im Heimatland) sowie

  • Sachmittel in dem vom Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow für seine Forschungsvorhaben als notwendig erachteten Umfang finanziert werden.

  • Reisekosten und Unterhaltskosten für Aufenthalte in Oxford für Mitglieder der BUA/Oxford Arbeitsgruppe des Fellows und des/der gastgebenden Wissenschaftlers*in abgedeckt werden.

 

Die jeweilige Berliner Universität bzw. die Charité – Universitätsmedizin stellt die räumliche und infrastrukturelle Ausstattung. Zwischen der Einstein Stiftung und dem Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow bestehen keine vertraglichen Beziehungen. Alle notwendigen Verabredungen sind zwischen der antragstellenden Hochschule bzw. der Charité – Universitätsmedizin und dem Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow unmittelbar zu treffen. Für die Dauer der Förderung führen die Wissenschaftler*innen den Titel „Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow“.

IV. FÖRDERDAUER

Die Förderung umfasst einen Zeitraum von drei Jahren. Nach Ablauf der Förderung kann ein Fortsetzungsantrag für weitere zwei Jahre gestellt werden.

V. ANTRAGSTELLUNG

Die Antragstellung erfolgt unter Verwendung der von der Einstein Stiftung zur Verfügung gestellten Antragsformulare auf Englisch. Anträge können in allen Disziplinen zu den auf der Homepage der Stiftung genannten Terminen gestellt werden. Falls einzelne antragsberechtigte Einrichtungen für Anträge an die Einstein Stiftung interne Vorfristen festgelegt haben, wenden Sie sich bitte frühzeitig an die Ansprechpersonen Ihrer Institution.

Der Antrag auf Förderung muss enthalten:

  1. Angaben über den/die Kandidat*in und dessen/deren wissenschaftliche Reputation (inkl. CV und Publikationsliste)
  2. Darstellung der Bedeutung des Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow für die gastgebende Einheit:
    • Darstellung des gemeinsam zwischen Fellow und gastgebender Einheit geplanten Forschungsvorhabens
    • Erläuterung der Intensität bereits bestehender bzw. abgeschlossener Forschungskooperationen mit dem vorgeschlagenen Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow
    • Erläuterung der mit dem Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow erzielten Verbesserung des Lehrangebots
    • Thema und Größe der geplanten Arbeitsgruppe in Berlin
    • Angaben zu Häufigkeit und Dauer der geplanten Berlin-Aufenthalte
    • Erläuterung geplanter Maßnahmen zur Einbindung des Fellows in die Berliner Wissenschaftslandschaft
    • Erläuterung der von der gastgebenden Einrichtung zu leistenden administrativen und organisatorischen Unterstützung
  3. Erläuterung der Bedeutung des Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow für die OX/BER Wissenschaftskooperation und die mittel- und längerfristige Kooperation zwischen der aufnehmenden Berliner Einrichtung und der University of Oxford.

VI. VERLÄNGERUNGSANTRAG

Der Verlängerungsantrag mit einer Fördersumme von max. 330.000 € erfolgt ebenfalls unter Verwendung der von der Einstein Stiftung zur Verfügung gestellten Antragsformulare. Anträge können zu den auf der Homepage der Stiftung genannten Terminen gestellt werden. Es gelten dieselben Regeln und Hinweise wie bei der Erstantragstellung (siehe Ziffer II.–V.).

 

Der Antrag auf Verlängerung der Förderung muss enthalten:

  1. Einen Rückblick auf die erste Förderphase und eine Darstellung der Bedeutung des Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow für die gastgebende Einheit in dieser Zeit:
      • Darstellung des gemeinsam zwischen Fellow und gastgebender Einheit in der ersten Förderphase gemeinsam durchgeführten Forschungsvorhabens (ggf. inkl. Nennung gemeinsamer Publikationen, Veranstaltungen, usw.)
      • Erläuterung der mit dem Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow erzielten Verbesserung des Lehrangebots
      • Thema und Größe der Arbeitsgruppe in Berlin während der ersten Förderphase
      • Angaben zur Häufigkeit und Dauer der Berlin-Aufenthalte in der ersten Förderphase
      • Erläuterung durchgeführter Maßnahmen zur Einbindung des Fellows in die Berliner Wissenschaftslandschaft
      • Erläuterung der von der gastgebenden Einrichtung geleisteten administrativen und organisatorischen Unterstützung
  2. Ausführungen zur zweiten Förderphase:
      • Darstellung des zwischen Fellow und gastgebender Einheit für die zweite Förderphase geplanten gemeinsamen Forschungsvorhabens
      • Erläuterung der mit dem Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow zu erzielenden Verbesserung des Lehrangebots
      • Thema und Größe der Arbeitsgruppe in Berlin während der zweiten Förderphase
      • Angaben zur Häufigkeit und Dauer der Berlin-Aufenthalte in der zweiten Förderphase
      • Erläuterung durchgeführter Maßnahmen zur Einbindung des Fellows in die Berliner Wissenschaftslandschaft
      • Erläuterung der von der gastgebenden Einrichtung zu leistenden administrativen und organisatorischen Unterstützung
  3. Gegenüber dem ursprünglichen Antrag weiterführende Erläuterung der Bedeutung des Einstein BUA/Oxford Visiting Fellow für die OX/BER Wissenschaftskooperation und für die mittel- und längerfristige Kooperation zwischen der aufnehmenden Berliner Einrichtung und der University of Oxford..

VII. INANSPRUCHNAHME DER BEWILLIGUNG

Die bewilligten Mittel müssen über die Universität oder die Charité – Universitätsmedizin im Drittmittelverfahren in Anspruch genommen werden. Diese Einrichtungen sind Arbeitgeber der mit den Mitteln der Einstein Stiftung Berlin bezahlten Personen und stellen die Räume sowie die Ausstattung.