Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Einstein-Profil-Professur

Einstein-Profil-Professur

I. ZIEL

Einstein-Profil-Professuren (EPP) sind ein neues Instrument für Spitzenberufungen insbesondere auch aus dem Ausland nach Berlin, die von herausragender strategischer Bedeutung für den hiesigen Wissenschaftsstandort sind: Mit Hilfe der Einstein-Profil-Professuren können die Berliner Universitäten in besonderer Weise Forschungsstrategien umsetzen, Profilbildungen vornehmen, neue Forschungsbereiche erschließen und voranbringen sowie Stärken stärken und Anziehungskraft für weitere Top-Talente entwickeln. Einstein-Profil-Professuren sind eine wichtige Ergänzung zur Grundfinanzierung der Universitäten und leisten einen entscheidenden Beitrag, Berlin nachhaltig im internationalen Spitzenfeld zu positionieren. Die aktuelle weltpolitische Situation sowie das mit den Einstein-Profil-Professuren verbundene Renommee lassen die Chancen der mit dem Programm ermöglichten gezielten Anwerbung internationaler Forscherpersönlichkeiten und den Aufbau innovativer Forschungsfelder aussichtsreich erscheinen.

Zunächst mit der Unterstützung der Damp-Stiftung stellt die Einstein Stiftung Berlin den Berliner Universitäten dieses Instrument für Spitzenberufungen zur Verfügung. Das Programm soll auch über die jetzt durch die Damp-Stiftung ermöglichte Startphase (fünf Jahre) hinaus die Universitäten bei Schwerpunktbildungen (z. B. Cluster) unterstützen und ihnen helfen, gezielt Spitzenberufungen zu realisieren. Für zehn Einstein-Profil-Professuren hat das Land Berlin dauerhaft Professuren zur Verfügung gestellt, diese können nach dem Auslaufen der fünfjährigen Startphase in Anspruch genommen werden.

 

II. ANTRAGSBERECHTIGUNG

Antragsberechtigt sind die Freie Universität Berlin, die Humboldt Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität der Künste Berlin sowie die Charité - Universitätsmedizin Berlin.

 

III. FÖRDERUNG

Die Stiftung stellt den Universitäten pro Professur bis zu 350.000 Euro jährlich, für Professuren mit erhöhtem apparativem Ausstattungsbedarf bis zu 500.000 Euro jährlich zur Verfügung. Es gibt zwei gleichberechtigte Optionen für die Beantragung von Einstein-Profil-Professuren:

Option a): Die antragsberechtigten Einrichtungen beantragen Einstein-Profil-Professuren für die in den Anträgen benannten Personen. Nach der Förderentscheidung liegt die Verantwortung für das Berufungsverfahren bis zur Ruferteilung (beispielsweise auf dem Weg des Ausschreibungsverzichts und der Direktberufung) bei der aufnehmenden antragsberechtigten Einrichtung. Diese führt die Berufungsverhandlungen und schafft die Voraussetzungen für die Erteilung des Rufs. Die Besetzung der Professur sollte in der Regel neun Monate nach der positiven Förderentscheidung (Bewilligungsschreiben) erfolgen.

Option b): Alternativ kann die antragstellende Institution eine Einstein-Profil-Professur in einem bestimmten Forschungsbereich beantragen. In diesem Fall begutachtet und bewilligt die Einstein Stiftung zunächst die strategische Relevanz des Forschungsbereichs der Professur. Das Berufungsverfahren sollte in der Regel binnen zwölf Monaten nach Zugang des Bewilligungsschreibens zur Einrichtung der Professur abgeschlossen sein.

Im Fall der Nicht-Besetzung einer bewilligten Einstein-Profil-Professur kann der Vorstand auf den nächstplatzierten Antrag aus dem vom Vorstand beschlossenen Ranking zurückgreifen.

Die Anzahl der geförderten Professuren richtet sich nach dem beantragten Gesamtvolumen und der Anzahl der vom Land bereitgestellten und von den Universitäten in Anspruch genommenen dauerhaften Professuren.

 

IV. FÖRDERDAUER

Die Förderdauer der EPP beträgt zunächst 5 Jahre. Die bewilligten Professuren sind über die Zusage des Landes für die dauerhafte Finanzierung von zehn Professuren abgesichert und können als Professuren auf Lebenszeit ausgeschrieben bzw. besetzt werden.

 

V. ANTRAGSTELLUNG

Die antragsberechtigten Universitäten können jeweils zu den auf der Homepage der Stiftung veröffentlichten Fristen Anträge auf Schaffung einer Einstein-Profil-Professur für die/den im Antrag benannte/n herausragende/n Wissenschaftler/in bzw. in strategisch wichtigen Feldern an die Einstein Stiftung richten. Neben der Begründung für die vorgeschlagene Kandidatin/ den vorgeschlagenen Kandidaten bzw. das vorgeschlagene Forschungsgebiet legen die Vorschläge dar, welche innovative wissenschaftliche oder künstlerische Akzentsetzung für die Universität und den Wissenschaftsstandort Berlin mit dem Berufungsvorschlag verbunden ist und welche Rolle der Einstein-Profil-Professur zur mittelfristig vorgesehenen strategischen Entwicklung, auch im Hinblick auf andere Berufungen und künftige Schwerpunktsetzungen, zukommt.

Die Geförderten führen für die Dauer ihrer Tätigkeit in Berlin den Titel “Einstein-Professorin“ bzw. “Einstein-Professor“.

 

VI. INANSPRUCHNAHME DER BEWILLIGUNG

Die bewilligten Mittel können nur über die Universität oder die Charité im Drittmittelverfahren in Anspruch genommen werden.