Für die Wissenschaft. Für Berlin.

Einstein Visiting Fellow

ZIEL

Mit dem Programm „Einstein Visiting Fellow“ sollen ausländische Spitzenwissenschaftler*innen längerfristig in die Berliner Forschungs- und Wissenschaftslandschaft eingebunden und auf diese Weise die internationale Sichtbarkeit der Berliner Universitäten und Forschungseinrichtungen weiter gestärkt werden. Zielgruppe sind insbesondere Wissenschaftler*innen, die exzellente Bereiche der Berliner Wissenschaft mit einer besonderen Kompetenz nachhaltig ergänzen. Ein Einstein Visiting Fellow ist keine klassische Gastwissenschaftler*in mit einem einsemestrigen Aufenthalt an einer Berliner Einrichtung. Vielmehr sollen die Fellows längerfristig Teil der Berliner Wissenschaft werden.

Es wird erwartet, dass der Einstein Visiting Fellow sich in Berlin in Absprache mit seinen Gastgebern eine Arbeitsgruppe einrichtet und mindestens dreimal im Jahr einen mehrwöchigen oder einmal im Jahr einen mehr als fünfmonatigen Arbeitsaufenthalt vor Ort absolviert und für den wissenschaftlichen Nachwuchs präsent ist. Während dieser Zeit bearbeitet er auch mit den Berliner Kolleg*innen gemeinsame Forschungsprojekte und führt in Absprache mit der gastgebenden Einrichtung Veranstaltungen durch.

ANTRAGSBERECHTIGUNG

Antragsteller*innen sind die im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder geförderten Berliner Exzellenzcluster. Außerdem sind Einstein-Zentren sowie diejenigen Berliner DFG–Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs antragsberechtigt, die zum Zeitpunkt des Förderbeginns eine Restlaufzeit (bei angenommener Höchstförderdauer) von drei Jahren haben. Nicht (mehr) durch kompetitiv eingeworbene Drittmittel geförderte Einheiten können bei entsprechender Begründung im Rahmen einer Einzelfallprüfung zugelassen werden.

Der Antrag muss mit einer positiven Stellungnahme der jeweiligen Universität bzw. der Charité – Universitätsmedizin eingereicht werden.

FÖRDERUNG

Die Förderung umfasst Mittel in Höhe von max. 500.000 € verteilt über drei Jahre bzw. 330.000 € für Verlängerungsanträge über zwei Jahre. Diese sollen für den Aufbau einer Arbeitsgruppe in Berlin verwendet werden, ggf. inklusive der Finanzierung eines Postdocs, der in Berlin angesiedelt ist und in der Arbeitsgruppe Führungsaufgaben übernehmen kann.

 

Zudem können daraus:

  • ein angemessenes Honorar für den Einstein Visiting Fellow nach den Regeln der aufnehmenden Einrichtung (orientiert an der Qualifikation und der Stellung des Gastes im Heimatland) sowie

  • Sachmittel in dem vom Einstein Visiting Fellow für seine Forschungsvorhaben als notwendig erachteten Umfang finanziert werden.

FÖRDERDAUER

Die Förderung umfasst einen Zeitraum von drei Jahren. Nach Ablauf der Förderung kann ein Fortsetzungsantrag für weitere zwei Jahre gestellt werden.

ANTRAGSTELLUNG

Die Antragstellung erfolgt unter Verwendung der von der Einstein Stiftung zur Verfügung gestellten Antragsformulare auf Englisch. Anträge können in allen Disziplinen zu den auf der Homepage der Stiftung genannten Terminen gestellt werden. Falls einzelne antragsberechtigte Einrichtungen für Anträge an die Einstein Stiftung interne Vorfristen festgelegt haben, wenden Sie sich bitte frühzeitig an die jeweils unten genannten Ansprechpersonen Ihrer Institution.

VERLÄNGERUNGSANTRAG

Der Verlängerungsantrag mit einer Fördersumme von max. 330.000 € erfolgt ebenfalls unter Verwendung der von der Einstein Stiftung zur Verfügung gestellten Antragsformulare. Anträge können zu den auf der Homepage der Stiftung genannten Terminen gestellt werden. Es gelten dieselben Regeln und Hinweise wie bei der Erstantragstellung.

EINSTEIN VISITING FELLOW PLUS

Diejenigen Einheiten, die in früheren Ausschreibungsrunden bereits erfolgreich eine/n ausländische/n Spitzenwissenschaftler*in als Einstein Visiting Fellow eingeworben haben, erhalten die Möglichkeit, einen weiteren Fellow aus einer deutschen Einrichtung zu beantragen. Die Anforderungen entsprechen denen der klassischen Programmvariante. Die Höchstfördersumme beträgt 330.000 € für drei Jahre bzw. 220.000 € für zweijährige Verlängerungen, die Zahlung eines Honorars ist ausgeschlossen.

INANSPRUCHNAHME DER BEWILLIGUNG

Die bewilligten Mittel müssen über die Universität oder die Charité – Universitätsmedizin im Drittmittelverfahren in Anspruch genommen werden. Diese Einrichtungen sind Arbeitgeber der mit den Mitteln der Einstein Stiftung Berlin bezahlten Personen und stellen die Räume sowie die Ausstattung.