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Fragen und Antworten

Sie möchten bei der Einstein Stiftung einen Antrag einreichen, haben aber Nachfragen zu bestimmten Details?

 

Häufig gestellte Fragen (FAQs) und nützliche Antworten allgemeiner Art oder bezüglich einzelner Programme haben wir für Sie im Folgenden zusammengestellt. Bei weitergehenden Fragen steht Ihnen die Geschäftsstelle der Einstein Stiftung selbstverständlich zur Verfügung.

Allgemeine Fragen zur Antragstellung

Nachdem Sie bei der in Ihrer antragsberechtigten Einrichtung zuständigen Abteilung Ihren Antrag eingereicht haben und er ggf. interne Verfahren der Einrichtungen erfolgreich durchlaufen hat, wird der Antrag bei der Einstein Stiftung eingereicht. Ab dem Zeitpunkt der Antragseinreichung bei der Einstein Stiftung dauert es üblicherweise etwa sechs bis sieben Monate, bis die Gremien eine Entscheidung gefällt haben.

Frühester realistischer Förderbeginn unter Berücksichtigung des Antragsverfahrens sowie der üblichen Vorlauffristen (bspw. Personalrekrutierung) von im November eingereichten Anträge ist der 1. September des Folgejahres bzw. bei im Mai eingereichten Anträgen der 1. Februar des Folgejahres. Nach den Erfahrungen der Stiftung ist ein späterer Beginn dann realistischer, wenn zu Beginn des Projekts Stellen ausgeschrieben und besetzt werden sollen.

Nein, die Einreichung aller Anträge erfolgt über die Ansprechpartner*innen (siehe Kasten rechts unter Förderung) der Einstein Stiftung an den antragsberechtigten Einrichtungen. 

In den Programmen Einstein-Professur und Einstein-Zentrum ist ein englischer Antragstext verpflichtend, damit eine Begutachtung der Anträge auch durch ausländische Gutachter*innen möglich ist. In den anderen Programmen ist eine Antragstellung auf Englisch anzuraten. Bitte beachten Sie aber die Einheitlichkeit der Sprache im ganzen Antrag (Antragsformular, Finanzierungspläne, Antragstext und Anlagen wie CVs etc.)

Eine Wiedereinreichung von Anträgen, die entweder abgelehnt wurden oder aufgrund zu geringer Fördermittel nicht bewilligt werden konnten, ist – auch in überarbeiteter Form – ausgeschlossen. In der Personenförderung können einmal abgelehnte Anträge nicht mit dem/der gleichen Kandidat*in erneut eingereicht werden.

Zu jedem Finanzierungsplan (bitte die entsprechenden Vorlagen verwenden) sollten Erläuterungen erstellt werden; dies kann formlos auf weiteren Seiten erfolgen, die an den Finanzierungsplan angehängt werden sollten. In den Finanzierungsplänen muss die Finanzierungsquelle der jeweiligen Posten (z. B. bei Finanzierung einer Stelle durch Haushaltsmittel) klar dargestellt werden. 

Publikationskosten in Höhe von jährlich bis zu 2.000 € pro Principal Investigator sowie pro aus Projektmitteln beschäftigtem Wissenschaftlichen Mitarbeitenden und Promotionsstipendiat*in können beantragt werden. Dabei ist es unerheblich, ob die Publikation auf dem Wege Open Access oder klassischem Weg erfolgt. Die Mittel können über Jahresgrenzen hinweg angespart, aber nicht umgewidmet werden.

Die Obergrenze liegt hier bei 1,750 € (analog DFG); für Postdoc-Stipendien können im Bedarfsfall zur Zahlung freiwilliger Beiträge zur Sozial- und Rentenversicherung bis zu 2.100 € veranschlagt werden. 

Hierfür gelten die teils divergierenden Regelungen der jeweiligen Einrichtung/Universität. 

Grundausstattung

Grundausstattung (z.B. Computer, Laptops, Telefone, Datenträger, Kleinmöbel, Bildschirme, Büro- und Laborausstattung des täglichen Bedarfs, etc.) wird nicht von der Einstein Stiftung erstattet, wenn die jeweilige Einzelposition nicht nachweislich für den Projekterfolg unabdingbar ist (bspw. spezifische Hard- oder Software, Verbrauchsmittel für spezielle Laborarbeiten, etc.).

Großgeräte im Wert von über 500.000 € (Einstein-Professoren und Einstein-Profil-Professoren)

Großgeräte im Rahmen von Investitionsmitteln, die den Wert von 500.000 € übersteigen, werden nicht von der Einstein Stiftung gefördert. 

Overhead-Kosten (Gemeinkosten)

Overhead-Kosten können nicht beantragt werden. Die empfangsberechtigten Einheiten müssen nachrichtlich oder konkret eine Unterstützung des Projekts mit Eigenmitteln nachweisen.

Nebenkosten

Für Stipendien können keine Nebenkosten wie etwa Versicherungsbeiträge erstattet werden.

Kinderbetreuung 

Eine Prokopfpauschale für die Kinderbetreuung ist nicht zuwendungsfähig. Dies berührt jedoch nicht die Kinderbetreuung im Rahmen von Veranstaltungen (gemeinsame Betreuung ggf. mehrerer Kinder); diese ist weiterhin zuwendungsfähig, wenn eine anderweitige Betreuungsmöglichkeit, z. B. innerhalb der Universitäten, nicht zur Verfügung steht.

Umzugskosten

Es werden von der Einstein Stiftung keine Umzugskosten erstattet. 

Karriereberatung 

Die Einstein Stiftung fördert keine Karriereberatung als individuelles Coaching. Projektrelevante Weiterbildungsmaßnahmen (z.B. Deutschkurse im Programm Wissenschaftsfreiheit) können jedoch von der Stiftung finanziert werden. Äquivalent zu den Regelungen der DFG können Mittel für Deutschkurse ausländischer, DFG-bezahlter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu 2.000 € bei einer mindestens zwölfmonatigen Tätigkeit beantragt werden. Außeruniversitäre Kurse können nur finanziert werden, wenn ein universitätsinternes Angebot nicht zur Verfügung steht. 

Übersetzung von Publikationen und Publikationsnebenkosten

Die Einstein Stiftung Berlin fördert Übersetzungen von Publikationen nur, wenn es sich dabei um Resultate aus dem geförderten Projekt handelt. Die Beantragung von Publikationskosten (unabhängig ob für Open-Access-Publikationen oder klassische Publikationen) ist dabei auf maximal 2000 € pro Jahr und pro PI beschränkt. Die Mittel können über die Jahre akkumuliert werden, eingesparte Publikationsmittel stehen nicht für andere Ausgaben im Projekt zur Verfügung. 

Verlagskosten im Rahmen von Publikationen (Lektorat, Honorare, Vertriebskosten etc.) werden äquivalent zur DFG-Publikationsbeihilfe gefördert.

Personal- und Sachmittel außerhalb Berlins

Mit Ausnahme der Hebrew University of Jerusalem sowie Ausgaben für Reisen und Unterkunft stellt die Einstein Stiftung keine Personal- und Sachmittelkosten außerhalb Berlins zur Verfügung.

Fragen zum Programm Einstein-Forschungsvorhaben

Grundsätzlich ja, wenn dort keine Gelder der Einstein Stiftung eingesetzt werden oder die Einstein-Gelder an die Kooperationspartner*innen weitergeleitet werden.

Auch Kooperationspartner*innen müssen Professor*in sein – bei mehr als einem/einer Kooperationspartner*in aus der gleichen Institution genügt es, wenn einer der Kooperationspartner*innen Professor*in ist. 

 

Bei außeruniversitären Partnern, die regelmäßig Leitungspositionen nicht mit Professor*innen besetzen, kann auf diese Bedingung verzichtet werden – die Kooperationspartner*innen müssen aber weiterhin eine Leitungsfunktion innehaben.

Nein, das Budget muss angemessen für das Forschungsprogramm sein.

Auslandszuschläge für Auslandsaufenthalte von Promovierenden und Postdocs sind für eine Dauer von maximal 6 Monaten möglich.

Die Einstein Stiftung Berlin fördert im Programm „Einstein-Forschungsvorhaben“ keinen Lehrdeputatsausgleich.

Fragen zum Programm Einstein-Zirkel

Ja, wenn das Thema des Zirkels durch dieses Format in Berlin eine bessere Verankerung erfährt. Eine Weiterförderung bereits laufender Projekte ist aber ausgeschlossen.

Ja, wenn die Koordination des Zirkels auch für den Restzeitraum gesichert ist und das Ende der Befristung nicht mehr als ein Jahr vor Ende des Förderzeitraums liegt.

Nein, nur die Antragsteller*innen müssen promoviert sein, für andere Mitglieder gilt dies nicht (z. B. künstlerische Dozent*innen).

Fragen zum Programm Einstein International Postdoctoral Fellow

  • Emmy Noether Programm (DFG)

  • Sofja-Kovalevskaja-Preis (Alexander von Humboldt-Stiftung)

  • ERC Starting Grant

  • BMBF Nachwuchsgruppen

  • Freigeist-Fellowships (Volkswagen-Stiftung)

  • Boehringer Ingelheim Stiftung „Plus 3“

  • Nachwuchsgruppen, die inneruniversitär aus Exzellenzmitteln eingeworben wurden


Diese Liste ist nicht abschließend, ggf. kommen auch andere Förderformate infrage – bitte sprechen Sie uns an.

Ja, wenn dieser Zeitraum zum Zeitpunkt der Antragstellung 6 Monate nicht überschreitet.

Ja. Da der Ruf in der Regel nach Einwerbung der Nachwuchsgruppe erfolgt, ist allerdings besonders darauf zu achten, wie lange die Nachwuchsgruppe noch läuft und ob ein zusätzlicher IPF noch sinnvoll ist bzw. gut in die Gruppe eingefügt werden kann.

Ja, unter der Voraussetzung, dass er/sie mindestens ein Jahr im Ausland wissenschaftlich gearbeitet und nach Möglichkeit dort eine Qualifizierungsstufe absolviert hat. Zum Zeitpunkt der Antragstellung darf kein Arbeitsvertrag (auch nicht ruhend) mit einer deutschen Einrichtung bestehen.

Ja, die Anträge müssen sich dann jeweils sehr spezifisch auf die Gruppen beziehen.

Fragen zum Programm Einstein Junior Fellow

Es müssen konkrete Perspektiven, die auf die Person zugeschnitten sind, aufgezeigt werden. Allgemeine Absichtserklärungen reichen nicht aus.

Nein, eine Anstellung an einer der antragsberechtigten Einrichtungen ist für die Antragstellung notwendig.

Fragen zum Programm Einstein Visiting Fellow

Ja, wenn sie ihren Lebensmittelpunkt im Ausland haben und dort bereits seit mindestens 5 Jahren wissenschaftlich arbeiten. Außerdem kann je Einrichtung ein "Einstein Visiting Fellow Plus" aus einer deutschen Forschungseinrichtung außerhalb Berlins beantragt werden, wenn die gastgebende Einheit bereits einen Einstein Visiting Fellow aus dem Ausland erfolgreich eingeworben hat.

Außer dem Fellow muss sie mindestens zwei Personen umfassen, die wissenschaftlich tätig sind (Hilfskräfte zählen nicht dazu).

Nein, solange es nicht für die wissenschaftliche Arbeit notwendig ist.

Sie orientiert sich an den Regelungen der aufnehmenden Institution für Gastprofessor*innen. Es kann kein Gehaltssubstitut gezahlt werden. Die Aufwandsentschädigung für den Fellow darf jedoch nicht 10 % der bewilligten Jahresfördersumme übersteigen.

Alle vorgesehenen Stellen müssen in der Regel ausgeschrieben werden, die Mitnahme einer gesamten Gruppe ist nicht möglich.

Fragen zum Einstein Foundation Doctoral Programme

Bitte kreuzen Sie im Formular beide Universitäten an und nennen Sie die Institution, die als Hauptantragssteller auch als Mittelempfänger fungieren soll und an die Partnerinstitutionen weiterleitet. Bitte füllen Sie nur einen Finanzplan aus und nennen Sie einen / eine Drittmittelsachbearbeiter*in als Ansprechpartner. 

Die maximale Fördersumme beträgt 300.000 € für 36 Monate Laufzeit (3 Förderjahre). Pro Förderjahr kann die Summe zwischen 80.000 € und 120.000 € variieren. Somit können für die ersten 12 Monate der Laufzeit z.B. 80.000 €, für die zweiten 100.000 € und für die dritten 120.000 € beantragt werden.

 

Das Förderjahr beginnt mit dem ersten Monat der Förderung, kann also bei Beginn der Förderung zu einem anderen Datum als dem 01.01. vom Kalenderjahr abweichen. Im Finanzplan müssen die 36 Monate Laufzeit dann in vier Kalenderjahren dargestellt werden. Der Beginn der Förderung im Kalenderjahr ist frei wählbar; bitte beachten Sie aber die durchschnittliche Bearbeitungsdauer zwischen Einreichen des Antrags bei der Einstein Stiftung und der Übersendung eines Förderentscheids von sechs bis sieben Monaten. 

Fragen zum Programm Einstein-Profil-Professur

Einstein-Profil-Professuren (EPP) sind ein strategisches Instrument, um in ihrem Forschungsgebiet weltweit führende, exzellente Wissenschaftler*innen aus dem Ausland für Spitzenberufungen dauerhaft für Berlin zu gewinnen. So können die Berliner Universitäten, die Charité sowie die in Berlin ansässigen öffentlich grundfinanzierten Forschungsinstitute insbesondere der Max-Planck-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Fraunhofer Gesellschaft in besonderer Weise Forschungsstrategien umsetzen, Profilbildungen vornehmen, innovative Forschungsbereiche erschließen und voranbringen sowie vorhandene Kompetenzen stärken und somit Anziehungskraft für weitere Top-Talente entwickeln. Einstein-Profil-Professuren leisten einen entscheidenden Beitrag, Berlin nachhaltig im internationalen Spitzenfeld zu positionieren.

Antragsberechtigt sind die Freie Universität Berlin, die Humboldt Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität der Künste Berlin sowie die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Eine gemeinsame Antragstellung mit den in Berlin ansässigen öffentlich grundfinanzierten außeruniversitären Forschungsinstituten, beispielsweise der Max-Planck-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft, ist möglich. Ferner können – in Ausnahmefällen – auch die in Berlin ansässigen Institute der Max-Planck-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft alleine einen Antrag stellen.

 

Die Antragsteller bewerben sich mit einer/einem Kandidat*in. Eigenbewerbungen von Wissenschaftler*innen sind nicht möglich. Die Identifikation geeigneter Kandidat*innen kann über verschiedene Wege erfolgen: z.B. über Berufungsprozesse und head hunting der beantragenden Einrichtungen; auch spezielle Findungsprozesse, wie z. B. bei der Max-Planck-Gesellschaft, sind möglich.

 

Die/der Kandidat*in muss eine Position im Ausland innehaben. In besonders begründeten Fällen können auch Ausnahme-Wissenschaftler*innen von einer Abwanderung ins Ausland abgehalten werden, u.a. wenn die/der Kandidat*in über internationale Drittmittel (z. B. ERC, NIH) verfügt.

 

Die EPP sind Wissenschaftler*innen aller Nationalitäten offen und können in allen Disziplinen vergeben werden. Voraussetzung ist die weltweit führende Rolle der Kandidat*innen in ihren jeweiligen Forschungsgebieten. Diese wird unter anderem auch durch international anerkannte Preise und Auszeichnungen sowie mindestens fünf bahnbrechende Publikationen und eine Würdigung der Forschungsleistungen in den vergangenen fünf Jahren dokumentiert. Die antragsberechtigten Institutionen legen in ihren Bewerbungen die herausragende, strategische Bedeutung der Persönlichkeit für die eigene Institution sowie den Wissenschaftsstandort Berlin dar. Die Einstein Stiftung Berlin begrüßt insbesondere Maßnahmen der antragsberechtigten Einrichtung zur Gleichstellung. Die Einstein-Profil-Professuren sollen in der Regel neue Professuren sein.

Die Anzahl der geförderten Professuren richtet sich nach dem beantragten Gesamtvolumen. Bei der Nichtannahme eines Rufes oder beim Weggang der geförderten Person während der ersten Förderphase ist ein neuer Auswahlprozess durch die Einstein Stiftung Berlin erforderlich. Auch wenn der/die Einstein-Profil-Professor*in in der Verstetigungsphase die aufnehmende Einrichtung verlässt, gehen die Mittel für die Stelle zurück an die Einstein-Stiftung. Sie können auf Antrag für die Verstetigung von ERC grant holders verwendet werden.

Die antragsberechtigten Institutionen können zu den auf der Homepage der Stiftung bekannt gegebenen Fristen Anträge auf Schaffung einer Einstein-Profil-Professur für die/den im Antrag benannte/n herausragende/n Wissenschaftler*in in strategisch wichtigen Feldern an die Einstein Stiftung richten. Ein Antragsformular mit weiterführenden Erläuterungen und Informationen über einzureichende Anlagen sowie eine Vorlage für den Budgetplan befinden sich ebenfalls auf der Homepage. Der Antrag muss in englischer Sprache eingereicht werden.

Durch Sondierungen und Vorgespräche sollte sichergestellt werden, dass die Professur in der Regel neun Monate – spätestens jedoch zwölf Monate – nach einer positiven Förderentscheidung (Bewilligungsschreiben) besetzt werden kann.

Nein. Die inneruniversitären bzw. internen Prozesse der Max-Planck-, Helmholtz-, Leibniz- und Fraunhofer-Institute, die zur Identifikation einer/eines Kandidat*in führen, sind für die Stiftung nicht relevant. Die/der Kandidat*in kann auch aus einem Berufungs- oder Headhunting-Verfahren nach den Regeln und Kriterien der aufnehmenden Einrichtung (z. B. spezieller Findungsprozess bei der Max-Planck-Gesellschaft) hervorgehen. Es empfiehlt sich, eine mögliche Berufung in den zuständigen Gremien so weit abzustimmen, dass im Fall einer Förderung eine nachfolgende Berufung ohne weitere interne Abstimmung möglich ist.

Die antragsberechtigten Institutionen begründen, welche innovative wissenschaftliche oder künstlerische Akzentsetzung für die Universität und den Wissenschaftsstandort Berlin mit dem Berufungsvorschlag verbunden ist und welche Rolle der Einstein-Profil-Professur zur mittelfristig vorgesehenen strategischen Entwicklung, auch im Hinblick auf andere Berufungen und künftige Schwerpunktsetzungen, zukommt. Dabei gehen sie auf die wissenschaftlichen Leistungen des /der Kandidat*in ein und erläutern ihre / seine Einbindung in den Berliner Forschungskontext und die geplante Arbeitsteilung im Fall gemeinsamer Antragstellung. Die Antragsteller müssen im Antrag darlegen, wie sie die/den Kandidat*in – zusätzlich zu der vom Land Berlin über die Einstein Stiftung finanzierte Verstetigungsstelle – nach Ablauf der Förderung langfristig an ihre Einrichtung/en binden wollen.

 

Die Geförderten führen für die Dauer ihrer Tätigkeit in Berlin den Titel „Einstein-Professorin“ bzw. „Einstein-Professor“. Mit Inanspruchnahme der Bewilligung gehen zudem Pflichten einher (siehe Verpflichtungen).

Die Geschäftsstelle prüft die eingegangenen Anträge formal. Sie leitet die Begutachtung ein und erstellt entsprechende Vorlagen für die Wissenschaftliche Kommission bzw. für die abschließende Entscheidung durch den Vorstand. Alle eingereichten Anträge werden durch unabhängige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Mitglieder der Wissenschaftlichen Kommission oder externe Fachgutachterinnen und Fachgutachter, die auf Empfehlung der Wissenschaftlichen Kommission beauftragt werden) begutachtet. Begutachtete Förderanträge werden von der Wissenschaftlichen Kommission aufgrund der Förderkriterien nach Priorität geordnet. Nach den Sitzungen der Wissenschaftlichen Kommission werden die von ihr zur Förderung bzw. zur Ablehnung empfohlenen Projekte dem Berlin Board und dem Vorstand vorgelegt (wenn erforderlich auch im Umlaufverfahren). Der Vorstand beschließt über die Förderung/Ablehnung dieser Anträge – unter maßgeblicher Berücksichtigung der Voten der Wissenschaftlichen Kommission und des Berlin Boards. Ein Vertreter der Damp Stiftung nimmt ohne Stimmrecht an der Entscheidungssitzung des Vorstands teil und legt fest, wie viele und welche der Anträge aus der Liste der zu fördernden Anträge mit Mitteln der Damp Stiftung finanziert werden sollen. Weitere EPP können aus den Landesmitteln gefördert werden.

 

Den Förderentscheidungen liegen folgende allgemeine Kriterien zugrunde: die herausragende wissenschaftliche Qualität, die Berücksichtigung von wissenschaftlichen Preisen und Auszeichnungen, der Beitrag zur Verbreitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, die strategische Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Berlin sowie die Beachtung der DFG-Gleichstellungsstandards. Darüber hinaus werden die Qualität und Originalität der wissenschaftlichen Vision im Antrag, die nachhaltige Stärkung und internationale Sichtbarkeit des Forschungsfeldes, der Einfluss auf das Lehrangebot, sowie die Kooperationsmöglichkeiten – lokal, national und international – bewertet. Weitere Informationen befinden sich in unseren Förderrichtlinien gem. § 44 LHO, Anl. 3

 

Die Entscheidung über die Förderfähigkeit liegt in der Verantwortung der Gremien der Einstein Stiftung Berlin.

Nach der Förderentscheidung liegt die Verantwortung für das Berufungsverfahren bis zur Ruferteilung (beispielsweise auf dem Weg des Ausschreibungsverzichts und der Direktberufung) bzw. das Besetzungsverfahrens bei den aufnehmenden antragsberechtigten Einrichtung/en. Diese schaffen die Voraussetzungen für die Erteilung des Rufs und führen die Berufungsverhandlungen bzw. den Vertragsabschluss an einem außeruniversitären Institut. Die Besetzung der Professur bzw. der Leitungsstelle sollte in der Regel neun Monate – spätestens jedoch zwölf Monate – nach einer positiven Förderentscheidung (Bewilligungsschreiben) erfolgen.

 

Die Annahme der Förderung verpflichtet die Empfängerin bzw. den Empfänger zur Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis.

 

Die Einstein Stiftung darf im Falle einer Förderung eine Pressemitteilung und Informationen über den/die Kandidat*in veröffentlichen. Im Falle einer Förderung muss nach dem Erhalt der ersten Fördergelder ein Zwischenbericht eingereicht werden, der über die Einrichtung und Arbeit der Professur und die Mittelverausgabung informiert. Der jährlich einzureichende Zwischenbericht bezieht sich immer auf das vergangene Haushalts- bzw. Kalenderjahr (die genauen Fristen sind dem Weiterleitungsvertrag zu entnehmen). Spätestens sechs Monate nach Beendigung der Förderung muss ein Abschlussbericht eingereicht werden. Die Einstein Stiftung gewährt privaten Mittelgebern Akteneinsicht.

 

Die Erwähnung der Stiftung und des Titels „Einstein-Profil-Professor/-in“ in den "Acknowledgements" von Publikationen, Vorträgen, etc., die im Rahmen der Förderung durch die Stiftung entstehen, wird erwartet.

Es müssen die im Weiterleitungsvertrag genannten Fristen zur Erstellung von Fortschrittsberichten und des Nachweises der Mittelverwendung gewahrt werden.