Einstein meets Literaturfestival: Dietmar Schmitz

Die Ehrfurcht vor dem Gehirn

Der Neurowissenschaftler und Einstein-Professor Dietmar Schmitz im Gespräch mit Thorsten Wilhelmy vom Wissenschaftskolleg zu Berlin über die Ehrfurcht vor dem Gehirn, große Forschungsfragen und kleine Erkenntnisfortschritte.

„Je tiefer man in die Hirnforschung einsteigt, umso mehr spürt man eine gewisse Ehrfurcht. Wenn ich im Experiment sitze und Hirnzellen ihre Rhythmen generieren sehe, frage ich mich oft: Wie kann das sein? Wie entsteht so etwas? An manchen Tagen denke ich, das werde ich nie verstehen. Aber das dominiert bei mir nicht. Mir ist klar, dass wir nicht alle Details ergründen können, aber kleine Fortschritte motivieren mich sehr in der täglichen Arbeit. Es sind viele kleine Beobachtungen in vielen Laboren, die die Hirnforschung in den großen Fragen voranbringen.“ Dietmar Schmitz

Der Neurowissenschaftler und Einstein-Professor Dietmar Schmitz erforscht die Funktion von Synapsen und neuronalen Netzwerken sowie ihre Rolle bei neuropsychiatrischen Erkrankungen. Er ist Professor für Zelluläre und Molekulare Neurowissenschaften an der Charité-Universitätsmedizin Berlin, Sprecher des Einstein-Zentrums für Neurowissenschaften, des Exzellenzclusters NeuroCure und Sprecher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen am Standort Berlin.

Moderation

Es moderiert der Literaturwissenschaftler Thorsten Wilhelmy, er ist seit 2012 Sekretär am Wissenschaftskolleg zu Berlin.