Das Einstein Center for Early Disease Interception (EC-EDI) hat sich zum Ziel gesetzt, Krankheiten bereits im Frühstadium zu erkennen und zu bekämpfen, wenn nur einzelne veränderte Zellen im Körper vorhanden sind und sich noch keine Symptome zeigen. Es baut auf einer zweijährigen Vormodulphase auf, in der das innovative Forschungsfeld der zellbasierten Präventionsmedizin gefördert wurde. Mit seiner Vollförderung über sechs Jahre mit einem Gesamtfördervolumen von sechs Millionen Euro wird das institutionenübergreifende Zentrum den Schwerpunkt auf die beschleunigte Entwicklung, Integration und Anwendung neuer Schlüsseltechnologien legen. Dazu zählen Methoden der Einzelzell-Multiomik und räumlichen Biologie, hochentwickelte präklinische Patient:innenmodelle sowie lösungsorientierte Ansätze auf Basis Künstlicher Intelligenz, um Krankheiten möglichst frühzeitig zu diagnostizieren und noch vor dem Auftreten von bemerkbaren Symptomen gezielt zu behandeln.
Unter dem Dach des Zentrums – repräsentiert von einem interdisziplinären Sprecherteam aus Professor Leif Erik Sander (Direktor der Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Arbeitsgruppenleiter am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH)), Professor Nikolaus Rajewsky (Hauptansprechperson; Direktor des Berliner Instituts für Medizinische Systembiologie des Max Delbrück Center und Professor an der Charité); Janine Altmüller (Leiterin der Core Unit Genomics am BIH) und Professor Jens Kurreck (Geschäftsführender Direktor des Instituts für Biotechnologie, Technische Universität Berlin) – arbeiten Forscher:innen, Kliniker:innen und Expert:innen von zwölf führenden Berliner Institutionen zusammen, darunter die Charité – Universitätsmedizin Berlin, das Berlin Institute of Health in der Charité, das Max Delbrück Center, die Technische Universität Berlin, die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin sowie weitere außeruniversitäre Einrichtungen wie das Museum für Naturkunde und Max-Planck-Institute. Durch diese enge Zusammenarbeit sollen Forschungsergebnisse schnell in Anwendungen übersetzt werden, die sowohl medizinischen Nutzen als auch gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert schaffen. Durch die Kooperation mit regionalen, nationalen und internationalen Netzwerken soll Berlin zudem als herausragender internationaler Standort für zellbasierte Präventionsmedizin etabliert werden.

