Pressemitteilung

31.01.2013

Stipendienprogramm für Mathematiker verlängert

Die Einstein Stiftung bringt exzellente Wissenschaftler rund um den Globus nach Berlin: Mit dem IMU Berlin Einstein Foundation Fellowship ermöglicht die Stiftung herausragenden Mathematikern aus Entwicklungs- und Schwellenländern Forschungsaufenthalte in Berlin. Der Vorstand hat nun die Verlängerung des Stipendienprogramms beschlossen.

Die Einstein Stiftung Berlin führt das erfolgreiche Stipendienprogramm IMU Berlin Einstein Foundation Fellowship fort. Das Programm ist eine gemeinsame Initiative der Einstein Stiftung, der International Mathematical Union (IMU) sowie der Berlin Mathematical School (BMS) und richtet sich an Mathematiker aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Ihnen ermöglicht das Stipendium einen drei- bis neunmonatigen Forschungsaufenthalt an einer Institution der Berliner Mathematik. Über die Verlängerung des Programms hat der Vorstand der Einstein Stiftung in seiner jüngsten Sitzung entschieden.
 

„Exzellente Mathematiker gibt es nicht nur in der westlichen Welt. Die Förderung richtet sich daher insbesondere auf diejenigen, die ansonsten kaum Chancen auf eine wissenschaftliche Karriere hätten. Davon profitiert auch Berlin als internationaler Wissenschaftsstandort“, sagt Martin Grötschel, Vorstandsvorsitzender der Einstein Stiftung Berlin.

Das Stipendienprogramm wurde im Oktober 2010 eingerichtet und trug maßgeblich dazu bei, dass die IMU ihren ständigen Hauptsitz im Jahr 2011 nach Berlin verlegte. Der Schwerpunkt der Förderregionen orientiert sich am IMU „Committee for Developing Countries“ und umfasst somit Südamerika, Afrika und Asien.
 

Bislang wurden 19 Stipendien vergeben, vier davon an Frauen. Die Stipendiaten kamen bisher unter anderem aus Uruguay, Tunesien und der Mongolei. Die Forschung, die die Doktoranden und Postdoktoranden in Berlin betreiben, ist nicht selten relevant für die Entwicklung ihrer Heimatländer. So hat Dany Pascal Moualeu aus Kamerun beispielweise ein mathematisches Modell zur Ausbreitung von Tuberkulose entwickelt – einer Krankheit, an der 2010 in Kamerun geschätzte 60.000 Menschen erkrankten. Am Zuse-Institut Berlin arbeitet der Mathematiker mit einer Software, an der er sein Modell für die Bedingungen in Kamerun theoretisch überprüfen kann. Seine Ergebnisse sollen helfen die Tuberkulose-Prophylaxe zu verbessern.

Derzeit bereiten sich 13 weitere Stipendiaten auf ihren Berlin-Aufenthalt vor. „Wir freuen uns sehr, dass die Einstein Stiftung Berlin das Stipendienprogramm weiter fördert. Die vielversprechenden jungen Mathematikerinnen und Mathematiker, denen wir mit diesem Programm eine entscheidende wissenschaftliche Unterstützung bieten können, kehren als Berlin-Botschafter in ihre Heimatländer zurück und können dort die mathematische Entwicklung signifikant voranbringen“, sagt BMS-Sprecher John M. Sullivan.