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Berlin der Begegnung

Von 2009 bis 2013 förderte die Einstein Stiftung ein interdisziplinäres Netzwerk für exzellente Nachwuchskräfte in Berlin

Ein jährlicher interdisziplinärer Workshop war Ausgangspunkt für das 67 Alumni und Alumnae umfassende Netzwerk "Berlin der Begegnung". Das Netzwerk bot den Teilnehmer:innen eine innovative Plattform für den interdisziplinären Dialog untereinander als auch mit namhaften Expert:innen und prominenten Persönlichkeiten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Durch die Verknüpfung der Bereiche Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur wurde der wertvolle Nährboden für fachübergreifende Projekte und nachhaltige Netzwerkbildung zum Nutzen Berlins geschaffen.

 

Für die Teilnahme an den Workshops wurden herausragende, vielseitig interessierte, kreative junge Führungspersönlichkeiten gesucht,

  • für die der Blick über den Tellerrand der eigenen Expertise wichtig ist.
  • die sich für gesellschaftlich relevante Fragen und interdisziplinären Dialog begeistern.
  • die disziplinen- und arbeitsbereichübergreifende Kontakte und Zusammenarbeit suchen.
  • die den öffentlichen Diskurs mitgestalten wollen.
  • denen es Spaß macht, „outside the box“ zu denken.
  • die gerne Verantwortung übernehmen.
  • die Freude an der intellektuellen Auseinandersetzung haben.
  • die bereit sind, sich auch über die Veranstaltung hinaus themenorientiert zu engagieren.

Nähere Informationen

Ausgangspunkt für das Netzwerk „Berlin der Begegnung” ist der interdisziplinäre Workshop, der einmal im Jahr an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur um die 20 exzellente, kreative und engagierte junge Nachwuchskräfte Berlins zusammenbringt. In besonderer Atmosphäre lernen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen während der viertägigen Klausurtagung kennen, pflegen einen intensiven Austausch mit den anderen Disziplinen, diskutieren miteinander und treffen in Referaten und Gesprächen auf namhafte Experten und prominente Persönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Gruppen. Dazu zählten in den letzten Jahren u. a. der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, Bundestagspräsidentin a. D. Prof. Rita Süssmuth, Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag Renate Künast, der Präsident der IHK Dr. Eric Schweitzer, und viele mehr. Im Anschluss an die Klausurtagung wird der neue Jahrgang mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Vorjahre zusammengeführt, um so die Grundlage für ein breites interdisziplinäres Netzwerk anzulegen.

Die mittlerweile knapp 70 Alumni von „Berlin der Begegnung“ treffen sich regelmäßig, um sich interdisziplinär auszutauschen, eigene Projekte voranzubringen, über Geschehenes zu berichten und gemeinsam neue Netzwerkprojekte zu planen. So gibt es aktuell das Projekt „Zu Besuch bei…“, das regelmäßig Teilnehmer aus dem Kreis intensiven Einblick in die Arbeit und das Schaffen eines ihrer Teilnehmer gewährt sowie u.a. das Projekt „Ein_Stein“ ins Rollen bringen…“, das aktuell gestartet wird. Es will an ausgewählten Brennpunkten Berlins mit den Verantwortlichen vor Ort soziale Projekte umsetzten. Zudem arbeiten ständige Projektgruppen an der weiteren Entwicklung des Netzwerks.

„Berlin der Begegnung“ dient dem Ziel, eine freie Kultur des Miteinander zu schaffen, gewohnte Denkstrukturen zu überwinden und neue persönliche und gesellschaftliche Orientierung und Kreativität entstehen zu lassen. Unter den Teilnehmern und Teilnehmerinnen soll der interdisziplinäre Dialog gestärkt und für eine produktive Weiterentwicklung fachübergreifender und sozialer Projekte fruchtbar gemacht werden. Damit widmet sich der Workshop Themen aus der Schnittstelle „Wissensgesellschaft-Zivilgesellschaft“. Inspiriert durch die großen Fragen von Kant: "Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?" wird der Gedanke zugrunde gelegt, dass erst im Austausch und in der Verknüpfung von Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur das Fundament für eine funktionierende, offene und produktive Gesellschaft gelegt werden kann: eine starke Zivilgesellschaft. Diese wiederum hängt wesentlich vom Engagement ihrer Eliten ab, das immer wieder gestärkt und erneuert werden muss. In diesem Sinn wird von den „Berlin der Begegnung"-Alumni erwartet, dass sie sich über den Workshop hinaus im Netzwerk engagieren und so zum Aufbau einer kreativen Plattform für Berlins Nachwuchskräfte beitragen, ihre eigene Karriere einbinden in eine funktionierende Zivilgesellschaft, zu der sie ihren Beitrag leisten.

„Berlin der Begegnung“ wurde vom früheren Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung Prof. Jürgen Zöllner ins Leben gerufen und wird von der Einstein Stiftung Berlin fortgeführt. Der renommierte Berliner Wissenschaftler Prof. Detlev Ganten übernimmt als Schirmherr die inhaltliche Ausgestaltung der Workshops und die Betreuung des Netzwerks. Jeder Jahrgang des Workshops wählt Sprecher, die im Sprecherkreis maßgeblich das Leben und die Aktivitäten der Gruppe gestalten.

Der fünfte interdisziplinäre Workshop findet vom 18. bis 21. Februar 2013 auf Schloss Genshagen bei Berlin statt und widmet sich dem Thema „Was kann durch die Zusammenarbeit der Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur für die Zivilgesellschaft in Berlin erreicht werden, welche Projekte können wir
realisieren?“ 

Das interdisziplinäre Netzwerk „Berlin der Begegnung” rekrutiert seine Teilnehmer und Teilnehmerinnen über den jährlichen Workshop und richtet sich an junge, exzellente Führungskräfte in Berlin zwischen 28 und 35 Jahren. Die einschlägigen Institutionen des Landes sind eingeladen, ihre Spitzennachwuchskräfte zu nominieren. Eine Jury aus Mitgliedern der Gremien der Einstein Stiftung Berlin unter Beteiligung des Schirmherrn und Vertretern der Gruppe selber wählt den Teilnehmerkreis des Workshops aus.