Der zuletzt an der Harvard University tätige Jonathan Teubner befasst sich an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin im Team von Professor Judith Becker mit der Frage, wie der deutsche Gelehrte Adolf von Harnack (1851–1930) die Erforschung des frühen Christentums in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien im 20. Jahrhundert geprägt hat und welche Bedeutung dieses Erbe heute für das Fach besitzt. Im Mittelpunkt steht, wie seine Ideen an maßgeblichen Institutionen aufgenommen, weiterentwickelt oder zurückgewiesen wurden. Dabei berücksichtigt das Vorhaben auch die anhaltende Kritik an Harnacks Deutungen, insbesondere an seiner These einer „Hellenisierung“ des Christentums und an seiner scharfen Trennung von Christentum und Judentum.
Ziel ist eine umfassende Darstellung seiner anglophonen Rezeption sowie die Entwicklung neuer Perspektiven für die Erforschung des frühen Christentums.

