Kerstin Kaufmann untersucht an der Humboldt-Universität zu Berlin die molekularen und zellulären Prinzipien der Pflanzenentwicklung und -regeneration. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt darauf, wie Zellen ihre Identität erwerben, aufrechterhalten und dynamisch anpassen. Diese Prozesse sind entscheidend für die koordinierte Bildung komplexer und anpassungsfähiger Gewebe. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf Symmetriebrechung und der Entstehung zellulärer Asymmetrie, zentrale Übergänge, die Struktur und Funktion während der pflanzlichen Entwicklung bestimmen. Sie kombiniert Single-Cell- und räumliche Genomik, Chromatin-Profiling, quantitative Bildgebung sowie computergestützte Modellierung mit molekularer Genetik und Optogenetik, um Entwicklungs- und Regenerationsprozesse gezielt zu steuern. Ziel ihrer Forschung ist es, allgemeine Regeln der zellulären Organisation und Entscheidungsfindung zu identifizieren und Anwendungen in Landwirtschaft und Biotechnologie zu ermöglichen.
Durch Kooperationen mit dem Berliner Institut für Molekulare Systembiologie (BIMSB), dem Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie und dem Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) fördert sie die interdisziplinäre Vernetzung zwischen Molekularbiologie, quantitativer Modellierung und Bioengineering.

