Das Projekt „(Re)Negotiating Social Cohesion – Religion and Community in Antiquity (800 v. Chr. - 400 n. Chr.)“ von Beate Diana Dignas, Oxford University (UK) und Einstein Visiting Fellow an der HU, untersucht die vielschichtige Rolle von Religion in der griechisch-römischen Antike im Hinblick auf gesellschaftlichen Zusammenhalt: Einerseits konnte Religion diesen fördern, indem sie gemeinsame Werte und Überzeugungen schuf, andererseits war sie oft verantwortlich für die Entstehung von Konflikten. In vergleichender Analyse wendet sich das Forschungsvorhaben verschiedenen antiken Epochen und Staatsformen zu, in denen politische Krisen und religiöse Vielfalt besondere Herausforderungen an die Integration des Einzelnen und sozialer Gruppen stellten. Teilprojekte analysieren Demokratieprozesse im klassischen Athen, die globale und lokale Welt des Hellenismus und religiöse Konflikte in spätantiken Städten. Historische, soziologische und theologische Ansätze erforschen Strukturen und Akteure, für die Religion zum Verhandlungsmedium der gesellschaftlichen Identitätsfindung und -bewahrung wurde. In dieser Rolle begegnet uns Religion auch heute – Erkenntnisse des Projektes sind damit relevant für aktuelle Diskussionen von sozialen Integrationsprozessen und leisten einen direkten Beitrag zum Verständnis heutiger Gesellschaften.
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