Eine zentrale Aufgabe des Gehirns ist es, Lebewesen eine flexible Orientierung in ihrer Umwelt zu ermöglichen. Navigation bedeutet, Entscheidungen darüber zu treffen, wann, wie, wohin oder ob man sich bewegt – und erfordert eine Vorstellung von der eigenen Position in der Umgebung. Obwohl bekannt ist, dass dabei verschiedene Hirnareale zusammenarbeiten, ist die Rolle eines bestimmten Bereichs im Mittelhirn – des sogenannten Superior Colliculus – bisher kaum erforscht. Das Team aus Matthew Larkum, Professor am Institut für Biologie der Humboldt-Universität zu Berlin, und Ariel Gilad, Assistant Professor Medical Neurobiology an der HUJI, untersucht nun die Hypothese, dass genau diese Rückmeldungen entscheidend für die Auswahl und Vorhersage von Bewegungen sind. Das Projekt knüpft an das in Berlin entwickelte Konzept zirkulärer Rückkopplungsschleifen im Gehirn an, das auf Arbeiten von Livia de Hoz (Charité) zurückgeht. Ziel ist es, die neuronalen Mechanismen besser zu verstehen, die Navigation und zielgerichtetes Verhalten im Alltag steuern.
Laufzeit: 09/2025 bis 09/2028
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Matthew Larkum
Humboldt-Universität zu Berlin
Leiter Larkum Lab
Charité Universitätsmedizin Berlin
Charité Cross Over - Campus Mitte
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Antragstellerin: Humboldt-Universität zu Berlin
Kooperationspartnerin: Hebrew University of Jerusalem

